Schröder beim Spiel gegen Litauen., © Matthias Stickel/dpa
Schröder beim Spiel gegen Litauen. Matthias Stickel/dpa, dpa
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Rassismus-Vorfall um Schröder: Verband sperrt Zuschauer aus

30.08.2025

Der Basketball-Weltverband Fiba hat auf den Rassismus-Vorfall um den deutschen Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder reagiert und einen Verdächtigen von weiteren EM-Spielbesuchen ausgeschlossen. «Nach einer sofortigen Überprüfung identifizierte der Sicherheitsdienst der Arena die Person anhand von Videoaufnahmen. Der Person wurde der Besuch aller weiteren Spiele der Eurobasket 2025 untersagt», hieß es von der Fiba in einer Mitteilung.

Schröder hatte nach dem EM-Spiel gegen Litauen von rassistischen Anfeindungen von den Zuschauerrängen gegen seine Person berichtet. Der 31-Jährige sagte nach dem 107:88-Erfolg im finnischen Tampere: «Man kann mich beleidigen, aber Affengeräusche ist eine Sache, die ich nicht respektiere und nicht akzeptiere. Rassismus gehört nicht zu diesem Sport.»

Fiba kontaktiert litauische Delegation

Laut Angaben des Deutschen Basketball Bunds (DBB) wurden insgesamt zwei Personen der Halle verwiesen, nachdem es aus dem deutschen Trainerteam Hinweise an das Sicherheitspersonal gegeben hatte. «Einige litauische Fans haben zur Halbzeit leider Affengeräusche gemacht. Das kann ich nicht akzeptieren. Rassismus auf dieser Welt, das sollte nicht hierhin gehören», erklärte Schröder im Interview bei MagentaSport.

Die Fiba hat den Behörden nach eigenen Angaben das «relevante Filmmaterial und die Informationen zur Verfügung gestellt». Der Verband kündigte zudem an, Kontakt mit der Teamdelegation der Litauer Kontakt aufzunehmen, «um sie über die Situation zu informieren und die Bemühungen zur Verhinderung ähnlicher Vorfälle bei künftigen Spielen zu unterstützen», hieß es.

© dpa-infocom, dpa:250830-930-975494/7