Jackson-Wechsel zum FC Bayern droht zu scheitern
30.08.2025
Der Wechsel des senegalesischen Fußball-Nationalspielers Nicolas Jackson zum FC Bayern droht auf der Zielgeraden überraschend zu scheitern. Der FC Chelsea hat dem Transfer einen Riegel vorgeschoben und den Spieler angewiesen, nach London zurückzukehren. Hintergrund ist die Verletzung von Liam Delap, der sich bei Chelseas 2:0 gegen Fulham eine Muskelverletzung zuzog und wochenlang ausfallen dürfte. Bayerns Sportvorstand Max Eberl bestätigte einen entsprechenden Bericht des Portals «The Athletic».
«Es war relativ knapp vor dem Spiel. Chelsea hat uns informiert, dass sie den Spieler gerne zurückhaben wollen, nachdem wir uns gestern geeinigt hatten», sagte Eberl nach dem Spiel in Augsburg. «Jetzt ist die Situation, dass der Junge in München ist und wir den Jungen wieder zurückschicken. Das ist der Stand der Dinge.»
Ob sich daran bis zum Transferschluss am Montag noch etwas ändert, sei offen, so Eberl: «Ich kann nicht in die Zukunft gucken. Wir hätten gerne gehandelt und hätten gerne die Untersuchung gemacht und die Unterschrift getätigt.» Doch das sei so nicht möglich.
Jackson schon in München gelandet
Jackson war am späten Nachmittag für den Medizincheck in München gelandet, danach sollte er den Vertrag bei den Bayern unterschreiben. Vereinbart worden war übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine Leihgebühr in Höhe von 15 Millionen Euro inklusive einer Kaufoption für die kommende Saison. Die Ablösesumme solle sich dann auf 65 Millionen Euro belaufen.
Auf die Modalitäten angesprochen sagte Eberl bei Sky: «Das Leben ist kein Konjunktiv.» Transfers seien erst «dann in trockenen Tüchern, wenn Unterschriften da sind», ergänzte Eberl. Die Münchner sind nach zahlreichen Abgängen auf der Suche nach Verstärkung in der Offensive. Vom Aufsichtsrat wurde ein Leihgeschäft genehmigt.
Ursprünglich wollte Chelsea Jackson auch von der Gehaltsliste streichen. Der neue Cheftrainer Enzo Maresca hatte ihn zum Saisonstart in den ersten beiden Premier-League-Spielen nicht in den Kader berufen. Dem Angreifer wurde sogar öffentlich geraten, sich eine Alternative zu suchen. Nun aber kam die Wende.
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