Original Ostermann: Unser Kühlschrank gehört zur Familie

Er ist kein Haushaltsgerät, er ist ein Familienarchiv. - Wenn man unseren Kühlschrank öffnet, sieht man nicht einfach Lebensmittel, sondern Persönlichkeiten.
Ganz oben steht das Zeug, das du in einem besonders motivierten Moment gekauft hast. Superfoods und alles, was nach Detox klingt. Doch niemand fasst es an, nicht mal aus Versehen.
Daneben: die Lieblingssachen der Familie. Dinge, die auf mysteriöse Weise immer leer sind, obwohl sie „gerade erst neu“ waren. In der Mitte des Kühlschranks herrscht diplomatische Neutralität. Käse und Aufschnitt für alle. Diese eine Packung, bei der niemand weiß, wem sie gehört – aber wehe, man wirft sie weg! Ganz unten im Gemüsefach liegt ein Salat, der mal crunchy war, jetzt aber eher den Kopf hängen lässt. Und irgendwas in einer Dose, das alle kollektiv ignorieren. Wir nennen es nur noch „das Experiment“.
Kommen euch diese typischen Familienszenen bekannt vor? Jemand steht eine gefühlte Ewigkeit vor dem offenen Kühlschrank. Dieser summt bereits leise: „Entscheide dich, ich arbeite hier!“ Doch erhält als Antwort nur: „Wir haben nichts zu essen!“ Und das trotz Innenleben, das jedem Supermarkt Konkurrenz machen würde.
Ach, der Kühlschrank – ein Ort, an dem wir täglich zusammenkommen.
Einer sucht Käse, einer Schokolade, einer nur Orientierung im Leben. Und jedes Mal, wenn die Tür zufällt, denkt sich der Kühlschrank wahrscheinlich: „Sie sind chaotisch und laut, aber sie gehören zusammen.“
Und wenn selbst das Gemüsefach Teil eurer Familiengeschichte ist, dann läuft doch eigentlich alles ziemlich gut!
Euer Ostermann