Original Ostermann: Kleine Plagegeister

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Es gibt Fragen, die beschäftigen uns Menschen schon ewig. Gibt es intelligentes Leben im All? Warum verschwinden einzelne Socken in der Waschmaschine? Und warum stechen die Mücken immer mich?

Kaum sinken am Abend die Temperaturen ein wenig, beginnt das große „Summ-Konzert“. Was zunächst harmlos klingt, entwickelt innerhalb weniger Sekunden eine Nervenzusammenbruch verursachende Wirkung. Wer schon einmal mitten in der Nacht versucht hat, eine Mücke im Schlafzimmer zu finden, weiß: Sherlock Holmes hätte diesen Fall nicht gelöst! Das Erstaunliche ist ja, dass Mücken offenbar über modernste Navigation verfügen. Sie finden zuverlässig genau die eine Stelle am Körper, die am unangenehmsten ist. Am Knöchel. Am Ellenbogen. Oder mitten auf der Stirn. Und die Stelle juckt grundsätzlich auch genau dann am stärksten, wenn beide Hände gerade beschäftigt sind. Besonders ungerecht ist die Rollenverteilung in Familien oder Freundeskreisen. Manche können stundenlang auf der Terrasse sitzen und werden kein einziges Mal gestochen, während neben ihnen jemand sitzt, der nach zehn Minuten aussieht, als hätte er Bekanntschaft mit einem Schwarm Mini-Vampire gemacht. Natürlich heißt es dann tröstend: „Du hast wohl süßes Blut.“ Schön - davon kann man sich allerdings auch nichts kaufen.

Und trotzdem gehören die kleinen Plagegeister irgendwie zum Sommer wie Eis, Freibad und Sonnencreme. Ohne sie wäre es fast schon verdächtig ruhig an einem lauen Abend. Sollte euch also heute Abend dieses vertraute Summen am Ohr begegnen, bleibt optimistisch! Schönen Sommerabend, euer Ostermann

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