Original Ostermann: Hauptsache Bewegung

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Trainieren im Fitnessstudio und draußen Sport machen ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Im Sportstudio betrittst du einen klimatisierten Tempel der Selbstoptimierung.

Alles glänzt, alles piept und alles will dich besser machen. Im Gegensatz dazu betrittst du draußen die Realität. Drinnen hebst du Gewichte, die Namen haben wie „Beast Mode 3000“, und es gibt so viele Spiegel, dass du irgendwann nicht mehr weißt, ob du trainierst oder gerade an einer sehr intensiven Selbstkritik-Doku teilnimmst. In der Natur hebst du deine eigenen Beine und bist schon nach 200 Metern emotional im Rotbereich.

Dort gibt es keine Spiegel ­– nur Schaufenster, in denen du zufällig siehst, dass dein Laufstil aussieht wie ein verletztes Reh auf der Flucht. ­­Und dabei schwitzt du so stark, dass Passanten kurz überlegen, ob sie dir Wasser geben oder einen Notarzt rufen sollen. Im Fitnessstudio aber schwitzt du kontrolliert und gesellschaftlich akzeptabel.

Das Laufband ist eine freundliche Lüge. Du läufst 20 Minuten und bleibst exakt an derselben Stelle. Es ist alles berechenbar: Temperatur perfekt, Boden eben, Playlist aggressiv motivierend. Draußen ist das Wetter hingegen wie ein zufälliger Download: Sonne, Wind oder Regen.

Mein Fazit: Fitnessstudio ist Selfcare mit LED-Beleuchtung und Belüftung. Draußen trainieren ist Selfcare mit Verletzungsgefahr, Hitze, Insekten und dem Gefühl, dass die Natur persönlich etwas gegen dich hat. Aber hey, Hauptsache Bewegung! In diesem Sinne: frohes Körper-Stählen! Euer Ostermann

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