
Was bedeuten die Zahlen am Heizkörperthermostat?
Stufe 3 entspricht bei einem üblichen Heizkörperthermostat ungefähr 20 °C. Mit den Zahlen stellt Ihr eine gewünschte Raumtemperatur ein. Was die Skala bedeutet und wie Ihr den Regler beim Lüften, bei mehreren Heizkörpern und vor dem Verlassen der Wohnung sinnvoll nutzt, lässt sich mit wenigen Grundregeln erklären.
Was bedeuten die Zahlen 1 bis 5?
Ein manuelles Standardthermostat regelt ein Ventil am Heizkörper. Wird es im Raum warm genug, lässt das Ventil weniger Heizwasser durch; ist es kälter, öffnet es sich weiter. Die Einstellung gibt dabei vor, welche Temperatur erreicht werden soll.
Bei der üblichen Skala entspricht Stufe 1 ungefähr 12 °C. Von einer Stufe zur nächsten liegen etwa 4 °C, die kleinen Striche dazwischen stehen ungefähr für jeweils 1 °C. Stufe 3 liegt damit meist bei rund 20 °C, Stufe 5 bei etwa 28 °C. Diese Werte sind nur eine Orientierung: Manche Thermostatmodelle haben eine andere Einteilung, zum Beispiel eine Skala von 16 bis 24 °C.
Heizt Stufe 5 schneller als Stufe 3?
Nein. Wenn Ihr den Regler auf 5 dreht, damit ein kühler Raum schneller warm wird, stellt Ihr vor allem ein höheres Temperaturziel ein. Der Heizkörper heizt dann länger weiter. Wählt deshalb direkt die Einstellung für Eure gewünschte Raumtemperatur. Wollt Ihr ungefähr 20 °C erreichen, ist Stufe 3 bei einem üblichen Thermostat ein passender Ausgangspunkt.
Was gilt bei mehreren Heizkörpern?
Stehen in einem Raum mehrere Heizkörper, stellt Ihr deren Thermostate auf dieselbe Zieltemperatur. Achtet bei unterschiedlichen Modellen auf die jeweilige Temperaturzuordnung: Dieselbe Zahl muss dann nicht dasselbe bedeuten.
Was solltet Ihr beim Lüften einstellen?
Dreht das Heizkörperventil zu, bevor Ihr das Fenster zum kurzen Stoßlüften weit öffnet. Nach dem Schließen stellt Ihr wieder die gewünschte Temperatur ein.
Bei kalter Winterwitterung reichen häufig wenige Minuten zum Luftaustausch. Für einen milden Septembertag ist das keine feste Zeitvorgabe. Lasst das Fenster während des Heizens nicht dauerhaft gekippt: Dabei geht viel Wärme verloren.
Wie weit könnt Ihr nachts oder bei Abwesenheit herunterdrehen?
Eine Absenkung kann Energie sparen, wenn Ihr schlaft oder länger unterwegs seid. Wie sinnvoll sie ist, hängt unter anderem von der Dämmung und davon ab, wie lange ein Raum ungenutzt bleibt. Entscheidend ist auch, wie kühl er bereits ist. Dreht deshalb nicht automatisch in jedem Zimmer eine halbe oder ganze Stufe herunter.
Unter etwa 16 bis 18 °C steigt in genutzten Wohnungen während der Heizperiode das Schimmelrisiko. Auch dieser Bereich ist keine Garantie gegen Schimmel: Bei schlechtem Bauzustand können höhere Temperaturen nötig sein. Behaltet deshalb Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit mit einem Thermo-Hygrometer im Blick – einem Gerät, das beides misst. Ein schon kühles Schlafzimmer ist kein guter Ausgangspunkt für eine weitere pauschale Absenkung.
Warum darf der Heizkörper nicht verdeckt sein?
Haltet Heizkörper und Thermostat frei von Möbeln und Vorhängen. Hinter einer Abdeckung kann sich warme Luft sammeln. Das Thermostat regelt dann möglicherweise herunter, obwohl der übrige Raum noch nicht warm genug ist. Wenn Euch trotz passender Einstellung kalt bleibt, schaut deshalb auch darauf, ob ein Vorhang oder Möbelstück die Wärme zurückhält.