
Warum Eichhörnchen Nüsse vergraben – und was im Winter damit passiert
Warum verschwinden im Herbst Nüsse im Waldboden? Eichhörnchen sammeln Nüsse und Samen und legen damit Vorräte für die kalte Jahreszeit an. Sie halten Winterruhe statt Winterschlaf, suchen im Winter ihre Verstecke auf und holen einen Teil der Nahrung wieder hervor. Was liegen bleibt, kann unter passenden Bedingungen keimen und zur Verbreitung von Pflanzen beitragen.
Warum sammeln Eichhörnchen im Herbst?
Eichhörnchen halten keinen Winterschlaf, sondern Winterruhe. Das bedeutet nicht, dass sie bis zum Frühjahr im Nest bleiben. Sie suchen im Winter ihre Verstecke auf und leben von den dort angelegten Vorräten.
Dafür sammeln die Tiere im Herbst Nüsse und Samen. Die Nahrung verstecken sie an mehreren Orten.
Wo liegen die Verstecke – und wie finden die Tiere sie wieder?
Die Depots liegen im Boden, in Spalten oder Baumhöhlen. Der Kobel – das Nest der Eichhörnchen – ist dagegen kein Vorratsraum: Dort lagert keine Nahrung.
Beim Wiederfinden helfen den Tieren ihr Geruchs- und ihr Orientierungssinn. Trotzdem finden sie nicht alle Vorräte wieder.
Was passiert mit Samen, die liegen bleiben?
Für das Eichhörnchen ist ein nicht wiedergefundenes Depot verloren. Für die Pflanze kann der liegen gebliebene Samen trotzdem noch wichtig sein.
Unter passenden Bedingungen können solche Samen keimen und so zur Verbreitung von Pflanzen beitragen. Das ist eine mögliche Folge: Nicht aus jeder vergessenen Nuss wächst automatisch ein Baum.