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Venus hinter dem Mond: Warum das am 14. September 2026 passiert

Am 14. September 2026 verschwindet Venus am Tageshimmel ungefähr eine Stunde hinter der zunehmenden Mondsichel. Der Grund ist die Perspektive: Der nähere Mond schiebt sich vor den weiter entfernten Planeten. Hier erfahrt Ihr, wie die Bedeckung abläuft und warum sie schwer zu beobachten ist.

Warum kann der Mond die Venus verdecken?

Von der Erde aus liegen Mond und Venus während der Bedeckung in derselben Blickrichtung. Weil der Mond uns näher ist, verdeckt er vorübergehend das Licht der Venus. Astronomen nennen eine solche Verdeckung Okkultation.

Der Mond bewegt sich weiter, sodass die Venus schließlich wieder zum Vorschein kommt. Das Verschwinden und Wiederauftauchen gehören also zu demselben Vorgang: Der Mond zieht aus unserer Sicht vor dem Planeten vorbei.

Wann findet die Bedeckung statt?

Für den Raum Mannheim und Karlsruhe liegt der Ablauf am 14. September ungefähr zwischen 11:30 und 12:40 Uhr MESZ, also unserer Sommerzeit. Das ist eine grobe Orientierung: Beginn und Ende unterscheiden sich je nach Beobachtungsort um einige Minuten.

Die Beobachtungshinweise beziehen sich ausschließlich auf dieses Zeitfenster am Vormittag und Mittag. Wenn Ihr den Artikel am Nachmittag oder Abend lest, ist die Bedeckung dort bereits vorbei.

Zunächst verschwindet Venus am dunklen, unbeleuchteten Mondrand. Beim Austritt erscheint sie am hellen Rand wieder. Dieser zweite Teil ist leichter zu beobachten.

Warum ist die Beobachtung anspruchsvoll?

Die Bedeckung spielt sich am hellen Tageshimmel ab. Dazu stehen Mond und Venus tief im Südosten. Besonders der Beginn ist deshalb schwierig zu verfolgen; die Astronomische Vereinigung Karlsruhe ordnet ihn als Beobachtung für Spezialisten ein.

Falls Ihr die Bedeckung während des genannten Zeitfensters verfolgen möchtet, ist freie Sicht bis zum Südosthorizont wichtig. Allein die passende Uhrzeit reicht für eine erfolgreiche Beobachtung nicht aus.

Was müsst Ihr wegen der Sonne beachten?

Bei einer Suche am Tageshimmel gilt: Schaut niemals ungeschützt in die Sonne und richtet kein ungeschütztes Fernglas oder Teleskop auf sie. Durch solche Geräte kann Sonnenlicht sofort schwere Augenschäden verursachen. Dass Ihr eigentlich Mond und Venus sucht, macht einen versehentlichen Blick zur Sonne nicht ungefährlich.

Wenn Ihr die sichere Handhabung nicht beherrscht oder die Sonne beim Aufsuchen nicht zuverlässig ausschließen könnt, verzichtet auf die optische Suche. Direkte Sonnenbeobachtung erfordert geeigneten Sonnenschutz für das jeweilige Beobachtungsverfahren und fachliche Anleitung.