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Herbstlaub im Garten: Wo es bleiben kann und wo es weg sollte

Herbstlaub muss nicht aus dem ganzen Garten verschwinden. Vom Rasen solltet Ihr es regelmäßig entfernen, unter Sträuchern und auf geeigneten Beeten kann es nützlich sein. Entscheidend sind der Platz und die Menge – und ob die Blätter von kranken Pflanzen stammen.

Warum muss das Laub vom Rasen?

Bleibt nasses Laub längere Zeit auf dem Rasen liegen, bekommt das Gras darunter zu wenig Licht und Luft. Es kann absterben, sodass fleckige Stellen entstehen. Harkt die Blätter deshalb regelmäßig zusammen, statt eine geschlossene Laubdecke über längere Zeit liegen zu lassen.

Die eingesammelten Blätter könnt Ihr an anderer Stelle im Garten verwenden. Wohin sie passen, hängt von der Fläche ab: Eine freie Ecke unter Sträuchern erfüllt einen anderen Zweck als ein bepflanztes Beet.

Wo darf Laub unter Gehölzen bleiben?

Unter Sträuchern und Hecken kann eine Laubauflage den Boden bedecken. Sie hilft, Feuchtigkeit zu erhalten, und mildert die Wirkung von Frost. Zugleich bietet das Laub kleinen Tieren wie Käfern und Schmetterlingsraupen ein Winterquartier.

Auch für den Boden haben die Blätter einen Nutzen: Beim Abbau entsteht Humus, und die Nährstoffe bleiben im Garten. Ihr müsst solche Flächen deshalb nicht allein der Ordnung wegen vollständig freiharken.

Eine wichtige Ausnahme ist krankes Falllaub, etwa von Rosen mit Sternrußtau. Das solltet Ihr unter den Pflanzen entfernen, um erneuten Befall im nächsten Jahr einzudämmen.

Wie viel Laub vertragen Beete?

Auf abgeräumten Gemüsebeeten könnt Ihr Laub dünn verteilen. Auch zwischen Stauden, deren Blätter und Stängel stehen bleiben, kommen dünne Lagen infrage. Deckt damit den Boden ab, ohne die Beetpflanzen unter den gesammelten Blättern zu begraben.

Zu dicke Blattschichten können faulen. Verteilt deshalb nicht einfach immer weiteres Laub auf derselben Stelle. Die Beetfläche ist kein Ablageplatz für die gesamte Menge vom Rasen.

Wohin mit dem zusammengeharkten Laub?

Habt Ihr eine windgeschützte Gartenecke, könnt Ihr dort einen Laubhaufen anlegen, beispielsweise unter Sträuchern. Solche Ansammlungen bieten Kleintieren Unterschlupf für den Winter. Reisig und Äste helfen, die Blätter gegen Verwehen zu sichern.

Sucht Euch diesen Platz am besten schon vor dem Harken aus. Dann ist klar, wohin das Laub vom Rasen kommt, ohne dass Ihr es aus Platzmangel immer dicker auf Eure Beete schichtet.