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3. Oktober und 9. November: Was unterscheidet Einheit und Mauerfall?

Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Der Tag der Deutschen Einheit ist trotzdem der 3. Oktober: Erst an diesem Datum wurde 1990 der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wirksam. Die beiden Tage erinnern also an unterschiedliche Schritte auf dem Weg zur Einheit.

Woran erinnert der 9. November 1989?

Der 9. November 1989 steht für den Mauerfall und die Öffnung der Grenze zwischen Ost und West. Die DDR und die Bundesrepublik bestanden aber weiterhin als getrennte Staaten.

Die Grenzöffnung war ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Einheit. Die staatliche Vereinigung folgte erst im Jahr darauf.

Welche Schritte folgten bis zur Einheit?

In der Nacht vom 22. auf den 23. August 1990 beschloss die Volkskammer, das Parlament der DDR, den Beitritt zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Als Datum bestimmte sie den 3. Oktober. Grundlage war der damalige Artikel 23 des Grundgesetzes.

Der Einigungsvertrag regelte die Ausgestaltung der Vereinigung. Am 20. September 1990 stimmten ihm Volkskammer und Bundestag zu. Am 21. September folgte der Bundesrat. Beschluss, Vertrag und Wirksamwerden des Beitritts waren damit verschiedene Schritte.

Was geschah am 3. Oktober 1990?

An diesem Tag wurde der Beitritt der DDR zur Bundesrepublik wirksam. Deutschland war damit auch formal wieder ein gemeinsamer Staat.

Das Grundgesetz galt nun auch in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie in dem Teil Berlins, in dem es zuvor nicht gegolten hatte. Maßgeblich waren dabei die Regelungen des Einigungsvertrags.

Der Vertrag legte außerdem den 3. Oktober als gesetzlichen Feiertag fest. Deshalb erinnert der Tag der Deutschen Einheit an den vollzogenen staatlichen Zusammenschluss.

Wie könnt Ihr Euch den Unterschied merken?

Der 9. November 1989 steht für die offene Grenze, der 3. Oktober 1990 für den gemeinsamen Staat.