Original Ostermann: Plötzlich ticken alle anders

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Eine Woche ist die Zeitumstellung jetzt her. Ein kleiner Dreh am Rad der Zeit, mit dem Versprechen: „Eine Stunde mehr Schlaf.“ Doch in der Realität herrscht landesweiter Jetlag, der sich anfühlt, als hätten wir eine Kreuzfahrt durch vier Zeitzonen gemacht – inklusive Seekrankheit.

Seitdem leben wir im Schattenreich zwischen „hellwach um fünf Uhr früh“ und „müde um 16:30 Uhr“. Willkommen in der Winterzeit!

Wir stehen morgens auf, sehen aus dem Fenster und stellen fest: Es ist Nacht. Schwarze, sternlose Nacht. Der eigentliche Schock kommt am Nachmittag: Es wird dunkel, und zwar schnell. Um 17:12 Uhr sieht es draußen aus, als würde Dracula gleich zur Nachtschicht antreten. In den Wohnzimmern flackern Teelichter, Wärmflaschen werden zur neuen Religion und spätestens um 19:00 Uhr liegen wir auf der Couch wie sedierte Koalas.

Während wir versuchen, uns an die neue Uhrzeit zu gewöhnen, haben Kinder und Haustiere beschlossen, sich an gar nichts zu halten. Der Hund steht jeden Morgen zur alten Zeit vor dem Napf und schaut uns an wie ein verhungernder Wolf. Und Kleinkinder verkünden um 5:04 Uhr morgens fröhlich: „Ich bin wach!“

Eine Woche Zeitumstellung – und wir ticken nicht mehr ganz richtig! Die Nation lebt im Dämmerzustand. Wir nehmen es wie immer mit Humor, Kaffee und leichten Augenringen und trösten uns mit dem Gedanken: In fünf Monaten wird die Uhr wieder vorgestellt. Und dann geht der Wahnsinn von vorne los.

Bis dahin: Licht an, Laune hoch – und nicht vergessen, die Uhr am Backofen endlich umzustellen. Oder zu überkleben.

Euer Ostermann

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