February 25, 2022 4:10 PM

Die Bilder aus der Ukraine lassen uns schwer schlucken. Oft wissen wir selbst gar nicht, wie wir damit umgehen sollen. Für Kinder ist die Situation natürlich noch schwerer zu begreifen. Kinder nehmen den Krieg anders wahr als wir Erwachsenen. Je nach Alter und nach Fernsehgewohnheit schockieren Kriegsbilder Kinder mehr oder weniger. 

 

Wie gehe ich mit dem Thema Krieg und Kindern um?

Es kommt immer auf das Alter der Kinder an - Eltern sollten darauf achten, ihren Kindern nicht unnötig Angst zu machen, gleichzeitig ist es aber auch wichtig sachlich und ehrlich über die Geschehnisse zu sprechen. Dabei ist es vor allem ratsam, die Fragen der Kinder direkt zu beantworten und ernst zu nehmen und nicht unbedingt die kompletten Zusammenhänge und Einzelheiten zu erklären. Das bedeutet nicht, dass Ihr Dinge verschweigen sollt, aber ein Kind braucht keinen Vortrag zum Thema.

 

Was ist, wenn man als Elternteil selbst sehr besorgt ist. Sollte man das überspielen und den Kindern sagen, dass alles in Ordnung ist?

Überspielen ist in der Regel keine gute Idee. Eure Kinder kennen Euch und spüren auch, wenn Ihr Euch Sorgen macht. Klar, es ist nicht förderlich, wenn Ihr selbst Panik habt und das auf Eure Kinder übertragt. Wenn Euer Kind nachfragt, was gerade los ist, solltet Ihr Euch Zeit nehmen und die Situation erklären. Je nach dem wie alt das Kind ist, kann das dann mehr oder weniger ausführlich sein.

 

Ist es sinnvoll, Kinder abzuschirmen und gar keine Nachrichten in ihrer Anwesenheit zu schauen?

Nein, das ist keine Lösung! Ihr könnt Eure Kinder gar nicht komplett abschirmen und ab einem gewissen Alter ist es auch wichtig, dass sie mitbekommen, was in der Welt passiert. Am besten schaut Ihr zum Beispiel gemeinsam mit Euren Kindern die Nachrichten an und ordnet ein, was dort gezeigt wurde. Bei jüngeren Kindern ist es sinnvoll, zum Beispiel auf Kindernachrichtenformate zurückzugreifen. Und danach natürlich immer auf alle Fragen der Kinder eingehen und Dinge noch einmal erklären, die nicht klar wurden.


Wir haben zu diesem Thema mit Torsten Traub gesprochen, er ist beim Landesmedienzentrum Baden-Württemberg für Schulische Medienbildung zuständig - seine Tipps hört Ihr hier. Das Gespräch hat Lena Schaffer geführt.

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