February 24, 2022 7:14 AM

„Und, wie war es in der Schule?“ Kaum eine scheinbar harmlose Frage erfordert bei Teenagern so viel Fingerspitzengefühl wie diese. Sind jüngere Kinder in der Grundschule oft geradezu mitteilungsbedürftig, ist spätestens mit Beginn der Pubertät oft Schluss mit lustigen, interessanten oder wichtigen Informationen aus der Schule. 

„Lass mich bloß in Ruhe mit Schule!“

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Ein murrend gebrummtes „gut“ oder „geht so“ ist da meist alles, was die Sprösslinge von sich geben – verbunden mit einem unausgesprochenem, aber sehr deutlichen „lass mich bloß in Ruhe mit der Schule!“ 

Warum das so ist und wie Ihr dennoch mit Ihnen ins Gespräch kommen könnt? 

 

Wir haben die Übersicht für Euch.

 

1. Vertrauensvollen Rahmen schaffen

„In erster Linie müssen sich die Eltern zunächst bewusst machen, dass sie gegenüber ihren Kindern Vertrauen, Wertschätzung und bedingungslose Liebe entgegenbringen müssen“, sagt Stefanie Störzer, LifeCoach und Mentaltrainerin für Kinder. „Erst, wenn unsere Kinder merken, dass wir Interesse an ihnen haben und nicht einfach nur neugierig sind, werden sie sich auch mit nicht so tollen Informationen an uns wenden können.“ Um diese Bindung zu bekommen rät Störzer, den Kindern gerade auch dann zuzuhören, wenn sie es brauchen - nicht nur wenn wir Fragen haben. „Wenn unsere Kids wissen, dass ihre Eltern ihnen zuhören, sie ernst genommen werden und eine Unterstützung bei Problemen sind, dann wenden sie sich gern an uns“ so Störzer weiter.

2. Vorbild sein

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Kein großes Geheimnis in der Kindererziehung ist, dass Eltern Vorbilder für ihre Kinder sein sollen. Bedeutet in diesem Fall: Auch wir Eltern sollten über unsere Dinge im Alltag sprechen, insbesondere über die Themen, die uns nicht so gut gefallen haben. Sonst erwecken wir womöglich unbewusst den Eindruck, dass wir die Kids nur über die Schule „ausfragen“, weil wir selbst nichts spannendes erleben und dass wir unschöne Dinge als verschweigenswert empfinden – das wäre fatal, denn so werden sich die Kinder mit negativen Informationen niemals an uns Eltern wenden.  

3. Routinen schaffen

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Weiter unabdingbare Vorraussetzung für ein vertrauensvolles Miteinander ist, uns als Familie Zeit und Raum für Kommunikation zu geben – und das regelmäßig. Gemeinsame Mittag- oder Abendessen bieten sich beispielsweise an. Wenn jeder am Tisch jeden Tag berichtet, was ihm oder ihr an diesem Tag gut und nicht so gut gefallen hat, kommt das Interesse an der Schule nicht einem Verhör gleich, sondern ist Kommunikation auf Augenhöhe. 

Doch Achtung: Nicht immer lassen sich Themen, die unsere Kids bewegen in einem kurzen Satz zusammenfassen – baut deswegen noch regelmäßig längere Kommunikationsphasen ein, beispielsweise ein gemeinsamer Spaziergang, eine gemeinsame Auto- oder Zugfahrt oder eine gemeinsame Tasse Tee im Kinderzimmer. Besonders bei Geschwistern ist dieser Raum für 1:1 Gespräche wichtig.


 

 

Zur Person:

 

 

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Stefanie Störzer ist pferdegestützter LifeCoach mit Schwerpunkt Familiencoaching, Persönlichkeitsentwicklung sowie BrainGym-Trainerin.

Störzer hat zwei Töchter und lebt mit ihrer Familie in Neuhausen an der Erms.
 

 

 

 


 

4. Fragen klug formulieren

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Natürlich ist das A und O neben dem Vertrauen zum Kind auch ein geschicktes Stellen der Fragen. Offene Fragestellungen sind dabei deutlich hilfreicher als Floskel- oder Ja/Nein-Fragen – denn bei diesen Fragen gibt es wenig überraschend auch eher Floskel- oder Ja/Nein-Antworten. Wir haben hier ein paar Fragen, die zu mehr Kommunikation einladen, zusammengefasst. Aber Achtung: Diese sind als Beispiele zu verstehen, nicht als Fragenkatalog! Nicht, dass das Gefühl eines Polizeiverhörs aufkommt...

  • Was war heute denn besonders lustig in der Schule?
  • Was hat dir heute nicht so gefallen?
  • Worauf bist du heute besonders stolz?
  • Wie fühlst du dich nach der Mathearbeit?
  • Was war heute am nervigsten / langweiligsten in der Schule?
  • Was macht diese Note mit dir?
  • Welche Dinge würdest du gerne in der Schule verändern?
  • was habt ihr in Sport gemacht?
  • Wer hatte heute besonders gute Laune?
  • Welcher Lehrer / welche Lehrerin war heute besonders gut unterrichtet? Welche/r nicht?
  • Worauf freust du dich morgen?

5. Keinen Druck ausüben

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Apropos Polizeiverhör: Schulkinder sind in einem Alter, in dem sie ihren Eltern durchaus nicht mehr alles erzählen müssen, wenn sie es nicht möchten. „Auf keinen Fall sollten wir die Kids bedrängen, wenn sie offensichtlich nicht über eine Situation reden wollen“, empfiehlt Stefanie Störzer. Tage, an denen der Nachwuchs nicht reden will, kommen vor. „Das muss nicht immer gleich Grund zur Sorge sein, oft müssen die Gedanken erst einmal sortiert werden“, so die Expertin. 

6. Loslassen

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Selbstständigkeit und Selbstvertrauen ist für unsere Kinder enorm wichtig. Viele Eltern haben gerade zum Schuleintritt an der Situation zu knabbern, dass sie nicht mehr en Detail über die Erlebnisse ihres Nachwuchses informiert werden, wie es beispielsweise noch im Kindergarten der Fall war. 

Hier müssen wir Eltern an uns selbst arbeiten, denn: Die Kinder werden größer und selbstständiger und entwickeln ihre eigene Persönlichkeit. Bei einem Problem nicht mehr sofort bei Mama oder Papa Hilfe zu suchen, sondern vielleicht bei einem Freund oder einer Freundin, die die Situation besser verstehen, weil sie vielleicht die Hintergründe und Beteiligten besser kennen, ist normal. 

 

7. Habt Mut zur Unwissenheit

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Gebt Eurem Kind deswegen das Gefühl, dass es selbst entscheiden kann, was es erzählen möchte und was nicht. Das fördert die Kompetenz und bei einem vertrauensvollen Verhältnis kommen die Kinder dann von alleine zu den Eltern“, so Störzer weiter. Wenn nicht, kann man auch hier wieder mit Kommunikation punkten und auf das Verhalten des Kindes eingehen, beispielsweise mit Gesprächseinstiegen wie „mir ist aufgefallen, dass du...“ oder „sag mal: kann es sein, dass...“

 

Ihr seht: Das Reden über die Schule ist eine Mischung aus Vertrauen, Vorleben, Kommunikation und unseren eigenen Bedürfnissen als Eltern. Doch es ist definitiv kein Tabu-Thema: Denn für unsere Kinder gibt es hier neben Selbstreflexion, Autonomie und Selbstvertrauen noch einiges mehr zu erkennen: Meine Vertrauensperson ist immer für mich da.  

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