July 15, 2021 1:21 PM

Tim Bengel ist Horizont-Erweiterer, Visionär und Veränderer. Vor allem aber ist er aus ganzem Herzen eines: Künstler. Genauer: einer der bekanntesten Künstler seiner Generation. Streitbar, ja, aber mit Erfolgen, die nicht wegzureden sind. Ausstellungen in New York und Berlin, verkaufte Bilder für 80.000 Euro, Millionen starke Followerzahlen. Im Juli haben ihn sechs Kinder einer Wohngruppe besuchen und ihm über die Schulter schauen können. 

Stuttgarter „Goldjunge“ und „Sandmann“

Die Wurzeln des 29-Jährigen liegen in Baden-Württemberg, genauer in Esslingen. Bengels Installationen aus Sand und Gold – neben Stein sein Markenzeichen – haben es auch in seiner Heimat zu Ruhm gebracht. In Esslingen standen die Besucher ohne Murren Schlange, um Bengels Bilder in der dortigen Kreissparkasse zu bestaunen. Man ist stolz auf den „Goldjungen“ und „Sandmann“, freut sich auf die nächste Ausstellung in Berkheim ab Oktober. Und genau hier, in seinem Atelier, widmete Tim Bengel gemeinsam mit der Stiftung Wolkenputzer sechs Kindern einen einmaligen Tag voller Inspiration und Träume.

 

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Abwechslung vom Alltagstrott: Tim Bengel empfängt Kinderwohngruppe  

Der Alltag der jungen Besucher sieht sonst aus den verschiedensten Gründen nicht immer rosig aus, doch an diesem Tag waren die sechs Kinder einer Wohngruppe des Stuttgarter Jugendheims vor Vorfreude kaum zu bremsen. Ganz schön aufregend war es für die Kids im Alter zwischen sechs und 12 Jahren, dem followerstarken Künstler bei seiner Arbeit über die Schulter zu schauen. Das Highlight für alle war natürlich, selbst Hand anzulegen und die Leidenschaft für die Kunst spüren zu dürfen. Aus scheinbar alltäglichen Dingen wie Klebstoff und Sand richtige Kunstwerke zu zaubern, war eine ganz besondere Erfahrung.

 

Der Weg vom Traum zur Wirklichkeit

Bengel nimmt sich Zeit für seine jungen Besucher. Bei einer Limo auf der Atelierscouch redet er mit ihnen über ihre Träume, Wünsche und Möglichkeiten. Macht klar, dass er selbst seinen Traum lebt, weil er seinen Weg gegangen ist, mit vielen Umwegen und noch mehr Ungewissheiten. Die Kinder hören gespannt zu und öffnen sich schnell: Es fallen Berufswünsche wie „Schaffner“, „Synchronsprecherin“ und „Arzt“, aber, ganz frisch inspiriert, auch „Künstler“.  

 

„Kunst bedeutet, Horizonte zu eröffnen“

Momente wie diese sind es, die Stiftungsgründerin Christine Stein am Herzen liegen.  Die Idee hinter der Wolkenputzer Stiftung: Stuttgarter Kindern, denen es aus familiären Gründen nicht möglich ist, eine rundum leichte Kindheit zu erleben, den Zugang zu Bildung, Kunst und Kultur zu erleichtern – und das weniger mit materiellen Dingen, sondern mehr in Form von bunten Erfahrungen. Solche, wie der Zugang zu aktueller Kunst zum Beispiel. Die Vorfreude war bei Stiftungsgründerin Christine Stein groß. „Endlich geht es wieder los. Der Goldjunge Tim Bengel und die Wolkenputzerstiftung starten endlich wieder“, freut sich die gebürtige Stuttgarterin, welche neben der Aktion mit Tim Bengel auch den Künstler Marc Woehr mit einer Kindergruppe des Jugendamts Stuttgarts besucht hat. 

 

Ein ganz besonderes Erinnerungsstück

„Die Aktion war großartig und hat allen sehr viel Spaß bereitet“, sagt auch Simone Neuhauser, die als Organisatorin bei der Aktion mitwirkte. Vor allem aber die Kids waren Feuer und Flamme. Als Erinnerung an diesen traumhaften Tag dient ihr eigenes Werk – dieses nämlich hängt ab sofort in ihrer Wohngruppe und erinnert sie täglich daran, an ihre Träume zu glauben. Denn die sind dank dem „Sandmann“ Tim Bengel so greifbar, wie nie.

Auch Künstler Marc Woehr freute sich über Besuch aus der Wohngruppe

Über die Wolkenputzer Stiftung:

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Gemäß dem Motto, “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“, setzt sich die Stiftung der Stuttgarter Eheleute Stein für benachteiligte Kinder und Jugendliche aus Stuttgart. Ihr Fokus liegt weniger auf materiellen Wünsche als vielmehr auf bunte Erfahrungen, welche die Kinderaugen für die Vielfalt unserer Welt und deren Möglichkeiten öffnen um sie zu inspirieren und zu bereichern – egal ob auf Konzerten, Galerien oder in Unternehmen. Die Stiftung achtet sehr auf den persönlichen Kontakt zu den Kindern, dem Jugendamt und den sozialen Organisationen.

Mehr Informationen zur Stiftung sowie Möglichkeiten, wie auch Ihr helfen könnt erfahrt Ihr auf wolkenputzer.com.

 

Mehr zu Tim Bengel:

Auf timbengel.com.

 

Mehr zur organisierenden Agentur Neuhauser-Artvision:

auf neuhauser-artvision.com