«Sicherlich müssten die Grünen wieder mehr Pragmatismus entwickeln. Aber natürlich ist das auch eine Option für den Bund, die man nicht ausschließen kann. Und nicht ausschließen sollte», sagt Kai Wegner (CDU) über Schwarz-Grün., © Fabian Sommer/dpa
«Sicherlich müssten die Grünen wieder mehr Pragmatismus entwickeln. Aber natürlich ist das auch eine Option für den Bund, die man nicht ausschließen kann. Und nicht ausschließen sollte», sagt Kai Wegner (CDU) über Schwarz-Grün. Fabian Sommer/dpa, dpa
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Wegner: Schwarz-Grün «natürlich» Option im Bund

08.09.2023

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hält eine Koalition zwischen der Union und den Grünen im Bund für möglich. «In vielen Bundesländern funktioniert Schwarz-Grün oder Grün-Schwarz gut», sagte Wegner, der auch Berliner Landesvorsitzender der CDU ist, in einem Interview des «Tagesspiegel» (Freitag). «Sicherlich müssten die Grünen wieder mehr Pragmatismus entwickeln. Aber natürlich ist das auch eine Option für den Bund, die man nicht ausschließen kann. Und nicht ausschließen sollte.»

CDU-Chef Friedrich Merz hatte auf dem Volksfest Gillamoos in Niederbayern gesagt: «Diese Grünen können kein Koalitionspartner für die Union sein, wenn sie die Realität so hartnäckig verweigern, wie sie es in der Migrationspolitik oder bei der Inneren Sicherheit tun.» In Deutschland regieren CDU und Grüne gemeinsam in 6 der 16 Bundesländer, zum Teil in Dreierbündnissen mit der SPD.

Bei dem Bierzeltauftritt hatte Merz auch gesagt: «Nicht Kreuzberg ist Deutschland, Gillamoos ist Deutschland.» Wegner sagte in dem Interview dazu: «Man muss Friedrich Merz auch nicht immer bewusst missverstehen. Für mich ist klar: Berlin ist genauso Deutschland wie Gillamoos. Wir sind die deutsche Hauptstadt, das weiß auch Friedrich Merz.» Die Vielfalt der Stadt sei ihre Stärke, und dazu gehöre natürlich auch Kreuzberg.

© dpa-infocom, dpa:230908-99-117395/3