Bauarbeiter stehen auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses., © Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
Bauarbeiter stehen auf der Baustelle eines Mehrfamilienhauses. Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild, dpa
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Ministerin warnt bei Sparkassentreffen vor Baustopp

13.06.2024

Landesbauministerin Nicole Razavi hat davor gewarnt, Wohnungsbauprojekte auf Eis zu legen. «Der Baustopp von heute ist der Wohnungsmangel von morgen», sagte die CDU-Politikerin am Donnerstag in Freiburg beim Landes-Sparkassentag.

«Wir haben bei den Bauanträgen einen Einbruch von rund 30 Prozent», sagte die Stuttgarter Ressortchefin. Auch bei den Baukrediten gebe es erhebliche Rückgänge.

Normalverdiener würden vielfach kein Geld in die Hand nehmen, um eine Wohnung oder ein Haus zu bauen, weil es nicht mehr rechne. Das Land steuere gegen, wo es gehe, etwas mit der Reform der Landesbauordnung. «Es muss alles auf den Prüfstand, was das Bauen, Sanieren und Wohnen erschwert, verteuert und ausbremst», sagte Razavi.

Die baden-württembergische Bauwirtschaft hatte erst Ende des vergangenen Monats über maue Geschäfte geklagt. Hauptgeschäftsführer Thomas Möller sagte, vor allem der Wohnungsbau brauche bessere Rahmenbedingungen, um aus der Krise zu kommen. Der Branche machen demnach unter anderem gestörte Lieferketten und gestiegene Preise für Baumaterialien bei gleichzeitig steigenden Zinsen zu schaffen.

Es sei wichtig, bei den Themen Bürokratie und Flächenbereitstellung voranzukommen, sagte der seit Mai amtierende Landes-Sparkassenpräsident Matthias Neth. Das Bauen und Wohnen müsse insgesamt günstiger werden. «Wir haben im Markt eine gewisse Verunsicherung, auch bei den Wohnbauträgern.»

Der Sparkassenverband Baden-Württemberg vertritt Interessen der Sparkassen-Finanzgruppe. Dazu gehören nach eigenen Angaben 50 Sparkassen, die Landesbank Baden-Württemberg, die Landesbausparkasse Südwest und der SV Sparkassen-Versicherung.

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