Keime in Wurst - So erkennt Ihr betroffene Ware

Zwei Menschen sind gestorben durch keimverseuchte Wurst des Herstellers Wilke. Die Waren wurden auch unter anderen Namen und an Theken verkauft. Wir haben mit der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg gesprochen - woran Ihr die Produkte erkennt und für wen die Keime tatsächlich gefährlich sind, lest Ihr hier.

Wie gefährlich sind die Keime?

Für gesunde Erwachsene stellen die gefundenen Keime keine große Gefahr dar. Sie können grippeähnliche Symptome auslösen und mit Antibiotika behandelt werden.

Gefährlich können sie für Kleinkinder, Schwangere, Ältere und Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Die Erkrankung endet nur selten tödlich.

Diese Keime wurden gefunden
Listerien

In den Wurstwaren wurden Listerien nachgewiesen. Das sind Bakterien, die in unserer Umwelt recht verbreitet sind. Die Bakterien können die Krankheit Listeriose auslösen. Infiziert werden Menschen prinzipiell über Lebensmittel. Starkes Erhitzen durch Braten oder Kochen tötet die Bakterien ab, einfrieren schadet Ihnen allerdings nicht.

Wie erkenne ich betroffene Produkte?

Auch Wurstwaren, auf denen nicht Wilke draufsteht können betroffen sein – denn das Unternehmen hat auch viele andere Firmen beliefert. Auch Packungen, auf denen andere Markennamen stehen, können also betroffen sein. Auch vegetarische Produkte wie Aufschnitte und Aufstriche gehören dazu.

• Die abgepackten Produkte könnt Ihr aber leicht erkennen: auf der Packung steht in einem Oval die Kennzeichnung DE EV 203 EG. Diese Produkte sind zurückgerufen worden und sollen nicht gegessen werden. Ihr könnt Sie dorthin zurückbringen, wo Ihr sie gekauft habt.

In weiterverarbeitete Produkte, wie beispielsweise Tiefkühlpizza, ist die Wilke-Wurst laut Verbraucherzentrale nicht zu erkennen – die müssen die Kennzeichnung nämlich nicht tragen. Auch unverpackte Ware aus Theken oder in Kantinen ist nicht zu erkennen. Alle betroffenen Produkte müssen mittlerweile aber aus dem Handel genommen sein. Wenn Ihr Euch unsicher seid, was Ihr bereits gekauft habt, fragt an der Supermarkttheke nach.

Die betroffenen Waren, auch die unter anderem Namen, sollte mittlerweile aber aus den Regalen verschwunden sein und nicht mehr verkauft werden. Eine Liste sämtlicher, zurückgerufener Produkte findet Ihr hier vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Die betroffenen Marken sind hier aufgelistet.