Peppa Wutz Momo-Challenge

Das Internet ist unglaublich toll. Doch manchmal ist es auch einfach das Grauen pur. Gerade jetzt, wo wieder Meldungen über fiese Schockvideos die Runde machen. Und gerade in diesem aktuellen Fall ist es besonders fies - denn es betrifft diesmal (erneut) die Unschuldigsten unter uns: Kleine Kinder. Angeblich.

Was ist passiert? Peppa Wutz trifft Momo

Angeblich feiert eine fiese alte Bekannte aus dem vergangenen Jahr, die Gruselfigur Momo, ein Comeback – ausgerechnet in gehackten Videos von Kinderliebling Schweinchen Peppa Wutz, und ruft dort die Kinder dazu auf, sich selbst oder die eigenen Eltern zu töten. Das fiese dabei: Diese Videos sind dabei laut Foren- und Postbeiträgen vor allem auf Plattformen für Kinder aufgetaucht, also genau dort, wo Eltern eigentlich davon ausgehen können, kindergerechte Videos zu finden. 

Was ist der Ursprung des (angeblichen) Videos?

Ursprung dieses aktuellen Falls „Peppa trifft Grusel-Momo“ ist ein angebliches Youtube-Video über ein Youtube-Video. Jenes Video wird in verschiedenen Berichten als Beweis über die Existenz vieler Videos dieser Art angeführt. Zumindest ein Video gibt es, das ein Video mit dieser Szene zeigt, allerdings bei Facebook. Youtube selbst dementiert die Behauptung, dass die einstige Momo-Challenge nun bei Kindervideos auftaucht und hat dies angeblich genauer geprüft.

Was ist dran?

Egal wem man glauben mag, eines ist sicher: gehackt können die Videos nicht sein, das ist technisch einfach nicht möglich. Es könnte höchstens sein, dass Episoden von Peppa Wutz und die besagten Gruselszenen vor einem Upload reingeschnitten wurden. Auch bei uns in der Redaktion wird das Thema „Schock-Kindervideo“ heiß diskutiert. Gerade die Eltern sind besonders wachsam und immer up to date, doch es lässt sich nicht leugnen, dass solche Phänomene auch immer schnell eine Eigendynamik entwickeln. Unserer Einschätzung nach handelt es sich in diesem aktuellen Fall um einen Hoax.

Ist das alles nur Panikmache?

Ja und nein. Ja, weil sich eine reine Hysterie über ein angebliches Video über ein Video entwickelt hat, auf die in kürzester Zeit viele Medien und Portale aufgesprungen sind und sogar die Polizei teils unreflektiert über das (nicht mögliche) Hacken von Videos berichtet. Leider nimmt ein solcher Hoax-Hype auch immer schnell durch Klick-Geier an Fahrt auf, die mit reißerischen Überschriften und Hashtags versehen, was das Thema weiter verbreitet. Nein, weil solche Fälle auch die Sicherheit von Kindern fördern können, weil Eltern wieder mehr für das Thema sensibilisiert werden - quasi als eine Art Schocktherapie.

Was ist mit dem Elsagate?

2016 war es der so genannte Elsagate, der Eltern verunsicherte. Damals waren wirklich in der für Kinder konzipierten App YoutTube Kids verstörende Videos aufgetaucht, die auf den ersten Blick kindgerecht sind, dann aber extrem brutal bzw. obszön wurden – so wurde Benjamin Blümchen beispielsweise der Kopf abgeschnitten, Peppa Wutz trank Bleichmittel oder Spiderman belästigt Frozen-Prinzessin Elsa. So kam der Skandal damals auch zu seinem Namen: „Elsagate“.


 

Wie kann man seine Kinder vor so etwas schützen?

Man kann es nicht oft genug sagen: Gerade kleine Kinder sollten niemals alleine Kindervideos schauen – weder auf Apps, noch auf Plattformen oder im Fernsehen. Parkt Eure Kinder bitte nicht vor Inhalten, die Ihr nicht kennt, egal wie harmlos sie scheinen mögen. Schaut beliebte Serien nur auf offiziellen Youtube-Kanälen! Sollten auch Eure Kids Serienfans sein, investiert in kostenpflichtige Angebote wie bei Netflix oder Amazon, wo es ebenfalls eigene Kinderkanäle für Kinder gibt.

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