Brutale Tierquäler in Heidenheim gesucht

  • 11.09.2019

Update (12. September 2019): Tierschutzorganisation setzt Belohnung aus

Um diese schwere Tierquälerei aufzuklären, hat die Tierschutzorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1000 Euro für Hinweise, die die Täter überführen, ausgesetzt. Zeugen werden gebeten, sich entweder an die Behörden (07321-3220) oder auch direkt bei PETA (01520-7373341) oder per E-Mail (whistleblower@peta.de) zu melden. Beides geht auch anonym.

Kein Kavaliersdelikt 

Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden, betont die Organisation, die regelmäßig Belohnungen für die Ermittlung von Tätern gequälter oder ausgesetzter Tiere aussetzt. PETA fordert außerdem harte Strafen für derartige Täter, um eine abschreckende Wirkung zu erzielen. "Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück“, sagt Judith Pein im Namen von PETA.

Wir haben mit einer Psychologin über die Tat gesprochen - das Interview findet Ihr unten

Update (11.09.2019, 16.35 Uhr): Am Mittwochnachmittag wurden vier weitere tote Igel gefunden.

Das Landratsamt Heidenheim und die Polizei suchen besonders brutale Tierquäler. Am Zanger Berg in Heidenheim (insbesondere in der Nähe der Iglauer Straße) sind in den letzten Wochen mehrere Igel zu Tode gequält worden. „Uns sind sieben Fälle von brutaler Tierquälerei bekannt“, so Dr. Anja Stöckle, stellvertretende Leiterin des Veterinäramts im Landratsamt Heidenheim. Die Igel seien teilweise mit Kabelbindern stranguliert oder an den Pfoten zusammengebunden und totgetreten worden. „Hier werden aus purer Rohheit Tiere grausam getötet.“ Die Behörden gehen von mehreren Tätern aus. Sollten sie geschnappt werden, drohen ihnen bis zu drei Jahre Gefängnis. 

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Wer macht so was? Was wollen Täter damit bezwecken? Und welcher Zusammenhang besteht zwischen Tierquälerei und häuslicher Gewalt? Darüber haben wir gesprochen mit Prof. Dr. Andrea Beets, Psychologin und Expertin für Mensch-Tier Beziehungen an der IUBH. 


Interview mit Psychologin Andrea Beetz