Bargeldlos bezahlen - der Realitätstest

Bargeldlos bezahlen - der Realitätstest

Diese Frage stelle ich mir schon eine Weile lang. Mobiles Bezahlen mit Smartphone oder Karte wird immer beliebter, trotzdem setzen noch immer viele deutsche auf Bargeld. Laut einer Studie nutzen 33 Prozent (2018 waren es noch 20 Prozent) die Möglichkeit kontaktlos zu bezahlen. Fast die Hälfte der Menschen bei uns in Deutschland lehnt es aber trotzdem weiterhin ab. Die Sorge über einen Diebstahl der Karte oder des Smartphones ist noch ziemlich hoch.

Ich selber nutze mobiles Bezahlen mit dem Smartphone

Ich selber nutze die Möglichkeit seit einigen Monaten und bin ziemlich zufrieden. Es ist ziemlich unkompliziert an der Supermarktkasse zu sagen, dass ich mit Karte zahlen möchte und dann mein Smartphone heraushole und es an das Kartenlesegerät dran halte. Das kontaktlose Bezahlen mit Handy funktioniert nur mit NFC (Near Field Communication, auf Deutsch Nahfeldkommunikation) fähigen Smartphones.

Klar warnen Datenschutz Experten davor, dass wer per Handy bezahlt zum „gläsernen Kunden“ wird und beim Verlust vom Handy könnten theoretisch Fremde mit dem Handy bezahlen, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering, finde ich. Da müssen echt viele Faktoren gleichzeitig eintreten. Wenn mein Handy zum Beispiel verloren geht, brauchen die Leute erst mal mein Pin um überhaupt das Handy zu nutzen usw. Bis dahin kann ich mein Handy und auch die digitale Karte auf dem Handy sperren lassen.

Viele Apps machen mobiles Bezahlen möglich

Es gibt derzeit verschiedene Anbieter, die mobiles Bezahlen auch kostenlos anbieten. Eine Übersicht um herauszufinden welche App zu euch passt findet Ihr hier.

Vor- und Nachteile

Ich find zahlen mit dem Handy hat so einige Vorteile. Ich brauch nicht mehr ständig zur Bank zu laufen, wenn es sich durchsetzt brauche ich auch kein Portemonee mehr. Meine Vision ist auch, dass wir uns auch in ein paar Jahren mit unserem Handy ausweisen können. Bei der deutschen Bahn klappt es ja zum Beispiel ja auch mit der digitalen Bahncard. Es geht schneller und ich bekomme anders als bei der Kartenzahlung direkt eine Mail und brauche keine Kassenbons mehr und tue vielleicht noch was Gutes für die Umwelt.

Nachteile sind, dass Obdachlose kein Kleingeld mehr von mir bekommen, weil ich kaum noch Bargeld bei mir rumtrage. Auch wenn ich Freunden kurz mal einen Euro leihen soll, funktioniert das nicht mehr. Außer ich schicke ihnen das Geld via PayPal.

Was mir auch schon mal passiert ist, dass mein Akku leer war und ich dann auch an der Supermarktkasse ohne Geld da stand, was ein bisschen peinlich war. Aber seitdem ist mein Akku immer voll, wenn ich das Haus verlasse. Und leider ist das mobile Bezahlen mit Smartphone noch nicht überall möglich.

Wann setzt sich mobiles Zahlen durch?

Viele Supermarktketten und Kaufhäuser und Tankstellen bieten es an. Restaurants und Einzelhändler zögern eher, weil damit auch hohe Kosten verbunden sind. Die gute Nachricht: Viele Einzelhändler ziehen langsam aber sicher nach. Wann es also bei uns in Baden-Württemberg flächendeckend mit dem Smartphone möglich sein wird überall zu bezahlen bleibt nochaber offen.

Falls Ihr jetzt auch Lust bekommen habt, endlich mal mit eurem Smartphone zu bezahlen, gibt die Verbraucherzentrale viele gute und wichtige Tipps zur Nutzung. Schaut hier doch einfach mal vorbei.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Macht nix kaputt

Eurer Walter

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