Was wir aus unseren Fehlern der Jugend lernen

Auf der „Art Basel“ hat vor einigen Tagen ein dreijähriges Mädchen eine 50.000 Euro teure Skulptur im Museum zerstört. Die Kleine wollte wohl nur ein bisschen mit der überdimensionierten Stubenfliege spielen und seine Mutter hatte einen Moment lang nicht aufgepasst.

Passiert doch jedem mal...

Sehr ärgerlich -  aber wer kennt das nicht? Als Grundschulkind war ich viel zu cool, um die gläserne Eingangstür der Lehranstalt mit der Hand zu öffnen. Ein gezielter Tritt mit dem Fuß - und die Scheibe sah aus, wie nach einer Schießerei. 

Bei Freunden meiner Eltern ist mir die Seifenschale ins Waschbecken gerutscht - Riss im Designerteil. Den Vogel habe ich allerdings in der Jungschar-Freizeit abgeschossen: Ich musste meiner grenzenlosen Liebe zu Mark Owen, seines Zeichens Sänger bei Take That, mit bunten Stiften Ausdruck verleihen. Auf der Unterseite des oberen Teils des Stockbettes. Clever! Ein Blick auf die Mark Owen-Kette, die ich damals immer getragen habe, und der Täter war überführt. Leugnen zwecklos.

Mutprobe und Jugendsünde

Zum Glück waren meine Eltern gut versichert - und auch nicht wirklich nachtragend. Da war die Mutprobe mit dem Ladendiebstahl und das darauf folgende Szenario bei der Polizei schon eine Nummer heftiger... Aber das ist eine andere Geschichte.

Natürlich ist das mutwillige Zerstören fremden Eigentums nicht akzeptabel. Und Diebstahl erst recht nicht (da hilft auch die Tatsache nicht, dass damals eine ziemlich coole Tote-Hosen-CD in meiner Tasche gelandet ist und ich heute noch ein bisschen stolz auf meinen guten jugendlichen Geschmack bin). Aber Kinder machen Fehler, ob gewollt oder nicht. 

Und ich habe aus meinen Fehlern gelernt. Meinen Kindern erkläre ich, dass man sorgsam mit den Dingen umgehen soll - wenn es die Anderer sind erst recht. Und dass Diebstahl überhaupt nicht geht stellen sie (noch) nicht einmal in Frage.

Gerüstet für den Ernstfall

Und zum Glück mussten wir bisher auch noch nie unsere Versicherung wegen ihnen bemühen. Aber das wird kommen. Und auch wenn sie mal, wegen irgendwelcher kleineren Delikte, mit dem Gesetz in Konflikt geraten sollten, werde ich mich bemühen, mit Gesprächen an ihre Vernunft zu appellieren und sie aus ihren Fehlern lernen lassen. Und falls ich eines Tages doch eine Tote Hosen-CD in ihrem Rucksack finde, schnappe ich sie mir, bevor die Polizei es tut!

Liebe Grüße,

Eure Marie-Christine

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