Sommer, Sonne, Sonnencreme

Ich weiß, damit setze ich mich jetzt wahrscheinlich in die Nesseln. Aber bitte glaubt mir, so meine ich es nicht. Der Standartsatz, ich weiß, "Es ist ganz anders, als es aussieht!", ja, das passt gerade einfach gut. Es geht hier aber nicht um einen ertappten Seitensprung, sondern um Mamas und Kinder und vor allem eines: Sonnenschutz!

Sommer, Sonne, Sonnencreme

Kommen die ersten Sonnenstrahlen, mutieren viele Eltern zu wahren Creme-Fanatikern: Die Kinder kreidebleich eingeschmiert mit ultrahochbiodynamischer Sonnencreme, UV-Anzug von oben bis unten und Sonnen- statt Regenschirm in der Handtasche. Ja, Sonnenschutz ist wichtig - aber muss das hierzulande wirklich in diesem Ausmaß sein?

Zum Glück gibt's Anti-Falten-Serum

Auf den Spielplätzen lausche ich Diskussionen über Zinkoxid oder Süßholzwurzelextrakt in Sonnencreme, über Lichtschutzfaktoren und "ist ja toll, dass man jetzt schon Falten vorbeugen kann, das hätte ich mir in meiner Kindheit auch gewünscht." - Zitaten. Ähm - ich glaube nicht. Zumindest ich habe mir in meiner Kindheit keine in meine Sonnencreme eingebaute Anti-Falten-Funktion gewünscht. Ich habe das Einschmieren mehrmals täglich über mich ergehen lassen und spielen wollen, am liebstem im Wasser.

Welche Creme für meine Kids?

Es ist wie so oft beim Elternsein: Auch hier kann man eigentlich nur alles falsch machen. Vertraut man auf dermatologische Produkte, sind da womöglich bedenkliche UV-Filter drin. Und hat man dann alle Inhaltsstoffe gecheckt und für gut befunden, fällt die Creme raus, weil sie nicht wasserfest ist. Das neueste Thema ist ja auch, dass Sonnencreme dem Meeres- und Seebewohnern erheblich schadet. Ein Dilemma. Auch das jüngst veröffentlichte Testergebnis von Öko-Test zeigt, dass alles nicht so einfach ist auf dem Sonnencreme-Markt. 

Sonnencremes im Test

23 Produkte wurden untersucht, die Tester waren insgesamt "nicht zufrieden". Anders als erwartet war hier aber weniger der Schutz vor dem Sonnenbrand das Problem, sondern die Inhaltsstoffe. Besonders auffällig waren diesmal die entzündungshemmenden Stoffe in den Cremes: Diese verzögern nämlich das Rot werden der Haut und können zu einem Trugschluss führen, dass man den Sonnenschutz nicht erneuern muss. Calendula, Glycyrrhiza Inflata Extract oder Tilliroside zum Beispiel gehören dazu. 

Cremes, Lotion, Spray, Serum, ...

Keine Sorge: Das wird jetzt kein "früher war alles besser"-Gemaule. Früher hat man sich wohl einfach nur weniger Gedanken darüber gemacht, mit was man sich da eigentlich einschmiert, Hauptsache, das Ergebnis stimmt: Kein Sonnenbrand. Versteht mich nicht falsch: Auch ich creme meine beiden Kinder mit Sonnencreme ein, freue mich, dass das Baby im Gegensatz zu seiner großen Schwester seinen Sonnenhut einfach akzeptiert und nicht alle Nase lang irgendwo verliert und meide direkte Sonneneinstrahlung.

Aber das geht auch ohne Bohei. Und ich bin nicht ganz so streng: Manchmal ist es einfach nicht möglich, meine Kids von der Sonne fernzuhalten. Zum Glück haben beide meine "Elefantenhaut", also relativ unempfindliche Haut, und können die paar Minuten auf der Sonnenseite der Schaukel vertragen. Mit Hut natürlich. Und Lachfalten. 

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