Fasten - Die Suche nach Herausforderung

Schon vor vielen Jahren, als ich noch keinem konkreten Ernährungsplan gefolgt bin, habe ich einmal im Jahr für eine gewisse Zeit auf Süßigkeiten verzichtet. Und das mache ich immer noch. Und genau heute beginnt diese entbehrungsreiche Zeit wieder - die Fastenzeit.

40 Tage fleischfrei

In diesem Jahr habe ich mir zusätzlich vorgenommen, auf Fleisch zu verzichten. Warum mache ich das? Es sind weder religiöse noch diätetische Gründe, sondern rein egoistische: Ich möchte mir selbst beweisen, dass ich es schaffe. Dass ich auf Dinge verzichten kann, von denen ich weiß, dass sie mir eigentlich nicht gut tun.

Die Suche nach Herausforderung

Natürlich könnte ich auch auf Alkohol, rüdes Verhalten oder Autofahren verzichten. Aber es muss die perfekte Mischung sein: Ich muss darauf im Alltag ohne allzu große Einschränkungen verzichten können und es muss für mich auch einen Sinn machen. Also etwas, dass ich den Rest des Jahres zu viel oder ohne das rechte Maß konsumiere, das ich aber auch nicht so dringend benötige, dass ich ohne es komplett aufgeschmissen wäre.

Wie konsequent bist du?

Bei den Süßigkeiten hat das die letzten Jahre immer richtig gut funktioniert. Ich habe jedes Jahr auf‘s Neue für mich definiert, was unter „Süßigkeiten“ fällt (nur Schokolade, Fruchtgummis und Kaubonbons, oder auch das Marmeladebrötchen am Wochenende oder das Stück Kuchen bei der Familienfeier?). Und weil ich immer genau weiß, dass die Zeit des Verzichts auch ein Ende hat, kann ich ziemlich konsequent sein.

Was bringt mir das Fasten?

Was mir das bringt? Zum einen merke ich, wie viel ich tatsächlich an Süßkram das ganze Jahr über zu mir nehme und kann meine Essgewohnheiten überdenken und zum Anderen freue ich mich spätestens nach einer Woche so unglaublich auf das erste Schokoladen-Osterei, dass ich wieder ein Stückchen lerne, was Genuss bedeutet.

Genuss lernen

Mit dem Fleisch ist es ähnlich: Ich finde die Idee von vegetarischer Ernährung schon immer ansprechend, war bisher nur schlicht zu faul und zu sehr Gewohnheitstier, um sie tatsächlich umzusetzen. Jetzt versuche ich es. Ich werde quasi Vegetarier auf Probe. Und mein Mann macht sogar mit!

Aus gewohnten Mustern auszubrechen

Vielleicht ist die Fastenzeit heutzutage genau dafür gut: Aus gewohnten Mustern auszubrechen, neue Wege zu testen und vielleicht ja auch Gefallen an etwas Neuem zu finden.

Meinen Kindern überlasse ich es übrigens selbst, ob sie beim Fleischfasten mitmachen möchten (bei den Süßigkeiten muss ich gar nicht erst fragen...). Mein Kleiner hat gleich abgelehnt, mein Großer überlegt noch. Aber wie gesagt: Es ist eine rein egoistische Entscheidung und ich bin gespannt auf meine Reaktionen.

Wie macht Ihr das? 

Gibt es bei Euch auch etwas, auf das Ihr in den nächsten Wochen verzichten wollt? Wie sind Eure Erfahrungen mit dem Fasten? Schreibt es mir auf mama_at_antenne1.de, ich freue mich!

Liebe Grüße,

Marie-Christine

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