Der Traum meiner Männer

Wenn man meinen Bruder fragt, was sein schönstes Weihnachtsfest war, sagt er wie aus der Pistole geschossen: „Das, an dem ich meine elektrische Eisenbahn bekommen habe!“

Mein Bruder ist mittlerweile 38 Jahre alt. Eigentlich ist er nicht sonderlich technikinteressiert und war auch nie übermäßig begeistert von Autos, Flugzeugen oder Zügen. 
Aber die elektrische Eisenbahn, die mein Vater damals in monatelanger Arbeit auf einem extra Tisch errichtet hatte, mit Landschaft, Häuschen und allem, was dazu gehört, war alles für ihn. Stundenlang konnte er die Züge fahren lassen und war in seiner eigenen Welt.

DAS Wow-Geschenk schlechthin?

Wie gerne würde ich meinen Jungs diesen Traum, dieses „Wow“-Geschenk der Kindheit, auch ermöglichen. Aber leider bin ich in Sachen Stromkreisläufe, Kabel miteinander verbinden und Trafos anschließen eine absolute Null. Abgesehen davon, dass wir auch nicht den Platz für eine elektrische Eisenbahn größeren Ausmaßes haben, die - einmal gebaut - immer irgendwo untergebracht werden muss. 

Hoher Andrang im Büro

Wie es der Zufall nun aber so will, haben meine Kollegen jemanden gesucht, der für Märklin zwei Kinderzüge testen sollte. Hier! Ich! Sobald das Paket mit den Zügen in meinem Büro stand, hatte ich überdurchschnittlichen Männerbesuch. Moment - nicht so, wie ihr jetzt wieder meint! Jeder wollte mal einen Blick drauf werfen, fachsimpelte mit dem anderen und am liebsten wäre es dem ein oder anderen gewesen, wenn ich die Startersets der "Airport-Express - Hochbahn" und des "ICE 3" gleich im Büro aufgebaut und ausprobiert hätte... 

Böhmische Eisenenbahnen... für mich!

OK... ob ich diese Leidenschaft teilen kann? Mitreden konnte ich zumindest schon mal nicht. Irgendwie konnte ich meine zwei Schätze aber doch nach Hause schleusen und so zogen kurzerhand zwei Züge von Märklins „My World“ bei uns ein. Ich taste mich langsam vor. Das Versprechen: Das Einsteiger-System für alle Fans elektrischer Eisenbahnen ist schon für die Kleinsten (laut Hersteller ab 3 Jahren) geeignet.

Alle einsteigen!

Und tatsächlich, es funktioniert ganz easy: Es gibt keine Kabel, die Schienen lassen sich einfach auf dem Boden oder einem großen Tisch zusammenstecken und die Züge können sofort los düsen. Meine Jungs, erst skeptisch, dann fleißig am Bauen, wuseln eifrig über den Boden, unser neuer Wohnzimmer-ICE findet seinen Weg unter Tischen hindurch und über Bücherstapel herüber. Dass es draußen regnet? Hat bisher keinen gestört. Mit unserem kleinen Indoor-Spektakel scheint jede Zeit vergessen.

Mein Fazit also schon nach kurzer Zeit: Gerade jetzt wo der Herbst kommt eine super Spielidee für meine Jungs!

Eure

Marie-Christine

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