Auf die Plätzchen, fertig los!

Neulich habe ich ja schon darüber geschrieben, was passiert, wenn man einfach absichtlich unperfekt ist. Damals war es beim Basteln, nun ist es – ja, unfreiwillig – beim Plätzchenbacken passiert.

Die schöne bunte Plätzchen-Welt

Insta, Facebook, real life: Überall wird man aktuell mit den köstlichsten Plätzchen konfrontiert. Man sieht Ausstech-Tätigkeiten in einer Blitzsauberen Küche, kreative, hoch komplexe (und wahrscheinlich pädagogisch wertvolle) Ausstecherle-Förmchen und konzentrierte Kids beim Verzieren. 

Motivation und so

Und dann – schon wieder – komme ich daher und bringe es einfach nicht hin. Meine Kids sind hochmotivierte Bäckergesellen und immer voller Eifer dabei – daran liegt es schon mal nicht. Die Rezepte uralt und von meiner Oma geprüft – daran also auch nicht. Die Küche ist sonst auch in einem akzeptablen Sauberkeitszustand – nun. Wenn wir also zum Plätzchenbacken schreiten, könnte alles perfekt laufen – tut es aber nicht. 

Schmeißt den Perfektionismus über Bord!

Zumindest dachte ich das bis neulich. Da hat es nämlich einfach klick gemacht in meinem Kopf. Klar könnte ich den Teig heimlich abends schon vorbereiten. Natürlich gibt es eine Sauerei, wenn 2 kleine Kinder einen Teig rühren. Aber es macht ihnen einfach so viel Freude! 

Was lohnt der Unfug?

Natürlich könnte ich darauf bestehen, dass die Kinder jeweils die einfachste oder kreativste Form der Ausstecherle wählen und jedes einzelne Exemplar prüfen, bevor es aufs Blech kommt. Aber warum sollte ich der Fantasie keinen Lauf lassen? Soll ich dem Kleinen verbieten, irgendwelche verkorkste Figuren aufs Blech zu legen? Und der Großen weismachen, dass ihre Wutausbrüche wegen nicht perfekt gewordenen Figürchen gerechtfertigt sind? Wohl kaum!

Perfekte Weihnachts-Osterhasen

Das Ergebnis: Der Kleine stapelt seine Teigherzen aufeinander aufs Blech, die Große macht nur noch Osterhasen, weil die so einfach und doch so hübsch anzuschauen sind und ich brauche 2 Tage, um den Teig wieder aus der letzten Fuge der Küche herauszukratzen. Aber hey, es lohnt sich!

Perfekt unperfekt - auch hier

Ok, angeben mit dem resultierendem Ergebnis wird schwer. Aber ich habe glückliche Kinder und vor allem einmalige Plätzchen. Die kann man zwar nicht unbedingt verschenken, aber dafür schmecken sie Kindern wie Mama einfach am besten – denn sie sind mit viel guter Laune und jeder Menge Spaß gebacken. Eben erneut perfekt unperfekt!

Original Ostermann

Nicht nur im Radio, sondern auch jeden Samstag lässt Euch unser Ostermann in seiner Kolumne "Original Ostermann" an seinen Erlebnissen teilhaben. weiter

Mama-Wahnsinn

Jeden Mittwoch nehmen Euch Marie-Christine und Julia mit in die Welt des ganz normalen Mütter-Wahnsinns.  weiter

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