Oben bleiben!

Oben bleiben!

Ich kann mich noch erinnern, als ich drei Jahre alt war und die Erzieherin aus dem Kinderheim, in dem ich groß geworden bin, versuchte, mir das Schwimmen beizubringen. Sie dachte wohl, es sei förderlich, mit mir einfach ins Tiefe zu schwimmen und mich dann loszulassen. Das hat leider nur dazu geführt, dass ich panisch mit den Armen gerudert habe. Sie packte mich erst, als ich schon längst unter Wasser war. Seitdem hatte ich Angst vor Wasser. Auch mein Grundschullehrer dachte sich damals, man könne Kindern die Angst nehmen, indem man sie unter Wasser zwischen den Beinen einklemmt. So war das damals in den 1970ern.

Jedes 2. Kind kann nicht schwimmen

Heute ist das zum Glück anders. Allerdings gibt es aktuelle erschreckende Zahlen. Jedes zweite Kind kann nämlich nicht richtig schwimmen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Viele suchen die Schuld in der Schule, andere bei den Eltern. Als Papa von zwei tollen Kindern habe ich es selbst in die Hand genommen. Zuerst habe ich meinem Sohn die Angst vor tiefem Wasser genommen, was dank einer Ganzgesichts-Schnorchelmaske super geklappt hat. Mit dieser  hat er sich sofort am Rand entlang ins Tiefe getraut. Es sieht auch einfach aufregend aus unter Wasser. Nach ein paar Wochen fingen wir dann mit Schwimmübungen an und als das geklappt hat, haben wir uns ans leichte Tauchen gewagt. Mittlerweile hat er das „Seepferdchen“. Jetzt freue ich mich auf unseren Urlaub in Südfrankreich. Nur mein Sohn nicht – der muss nämlich dorthin schwimmen!

 

Liebe Grüße,

Euer Ostermann