Mit offenen Augen durch Baden-Württemberg

Mit offenen Augen durch Baden-Württemberg

Neulich fiel mir ein älterer Mann auf, der sein Fahrrad eine große Treppe herunter schieben wollte. Je näher ich auf ihn zukam, desto mehr konnte ich erkennen, dass er dazu gar nicht in der Lage war. Es war ein alter Mann, ich schätze Ende 80. Ich rief ihm zu, dass er warten soll. Ich stellte mein Rad ab, lief die Stufen hoch und brachte sein Rad nach unten. Er selbst hatte schon Mühe, die Stufen hinunter zu laufen. Ich war froh, dass ich genau zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle war. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn er es selbst versucht hätte.

Dann war ich kürzlich mit meinem Mountainbike in Richtung Dußlingen unterwegs. Plötzlich kam mir der Gedanke, abzubiegen und nach Gomaringen zu fahren. Der Weg ist ja schließlich das Ziel. Auf diesem Radweg sah ich dann einen Jungen, der sein Rad schob. Ich hielt an und fragte ihn, was los sei. Er war der Meinung, dass sein Bremssattel kaputt sei und er deshalb lieber nicht weiterfahren wolle. Bis nach Hause war es aber noch ein ganzes Stück zu schieben. Ich fragte, ob ich nachschauen dürfte, woher die Geräusche und das Vibrieren kommen und stellte fest, dass lediglich sein Schutzblech am Rad schrabbte. Ich bog es zurecht und er konnte strahlend weiterfahren.

Das sind nur zwei vieler Begegnungen der letzten Tage und ich war froh, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und den Blick dafür hatte. Diesen wünsche ich Euch auch, denn anderen Menschen helfen macht nicht nur Sinn, sondern auch großen Spaß.

Liebe Grüße,
Euer Ostermann