Klimawandel im Auto

Klimawandel im Auto

Viele kommen an diesem Wochenende aus dem Urlaub mit dem Auto zurück. Das ist teilweise eine große Herausforderung. Ich war zum Beispiel mit meiner Familie in der Bretagne und weil wir oft mit Oma und Opa fahren, habe ich einen VW Bus gekauft, damit wir nicht mit zwei Autos fahren müssen. Das ist auch klimafreundlicher. Nur das Klima im Auto war gefährdet, vor allem wegen der Klimaanlage.

Nach fünf Minuten Fahrt hieß es nämlich schon: „Warum zieht das so?“ und „Kann man die Lüftung auch ausstellen?“ Meine Argumentation, dass ein Auto mit sechs Personen ohne Lüftung keine gute Idee sei, blieb ungehört. Ich habe die Lüftung einfach runter an die Füße gestellt. Zwei Minuten später kam der Ruf von hinten, dass die Füße eiskalt seien und ich die Temperatur höher stellen solle. Gesagt, getan, kam vier Minuten drauf selbstverständlich der Satz, dass es zu warm sei. Irgendwann habe ich die Anlage einfach ausgemacht, was dazu führte, dass das Auto von innen beschlug – wie eine finnische Dampfsauna. Daraufhin habe ich das Fenster ein wenig geöffnet. Zehn Sekunden später kam von hinten die Beschwerde, dass es ganz schön laut sei, bei 130 km/h mit offenem Fenster zu fahren. Die Rettung war der Satz: „Papa ich muss Pipi!“ So ein Familienurlaub kann schon stressig sein, ist aber dennoch das Schönste der Welt. Den ganzen Tag ist man mit den Kids zusammen und Oma und Opa, die von den Kleinen angehimmelt werden, sind auch dabei. Ich freue mich auf den nächsten Urlaub. Allerdings baue ich vorher eine Trennscheibe ein.

Euer Ostermann