Haarsträubende Begegnungen!

Haarsträubende Begegnungen! 

Corona hat unser Leben verändert – und auch unser Aussehen. Meines zumindest. Ich habe mir in der Zeit, als die Friseure geschlossen waren eine neue Frisur zugelegt. Meine Frau hat mir die Seiten einfach mit der Maschine kurz geschnitten und die längeren Haare oben habe ich zu einem Zopf gebunden. Diese Frisur ist praktisch, ich brauche jetzt morgens viel weniger Zeit im Bad. Dieser Zopf hat allerdings einige meiner Kollegen dazu veranlasst, mir mitzuteilen, dass das scheußlich aussieht. „Ach Du Sch…e, wie siehst Du denn aus?“ oder „Den Prozess gegen Deinen Friseur gewinnst Du!“, waren nur einige der Kommentare.

Wir leben ja in einer Demokratie, da ist Meinungsfreiheit ein wichtiges Gut. Dabei sind die Haare noch das Schönste an mir. Meine Kinder haben da ganz anders reagiert. Sie schauten nur kurz hoch, akzeptierten die Katze auf meinem Kopf sofort und spielten weiter – weil Papa ja noch derselbe ist wie vorher. Diese Reaktionen gab es übrigens auch unter Freunden. Die haben teilweise gar nichts gesagt. Entweder aus Nettigkeit oder einfach, weil Haare eben auch nicht wichtig sind. 

Und genau das ist es doch. Ob lange, kurze, grüne, gelbe oder gar keine Haare, ist doch egal – Hauptsache gesund! Beim Thema Haare mögen sich die Geister scheiden, aber man lernt sehr viel über das Zwischenmenschliche. Solche Menschen, die andere Menschen vorbehaltlos ansehen und akzeptieren sind wahre Juwelen. Sie machen das Leben – vor allem das Zusammenleben – einfach schöner.

Liebe Grüße,

Euer Ostermann

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