Du kannst mir nicht das Wasser reichen!

„Du kannst mir nicht das Wasser reichen!“

Dieser Satz bekommt im Jahre 2019 eine ganz neue Bedeutung. Der UN-Weltwasserbericht hat mich total erschüttert. Demnach haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Das ist 182 mal die Einwohnerzahl von Baden-Württemberg. Das ist in unserem reichen Deutschland unvorstellbar. Kein Kaffee, keine morgendliche Dusche oder kein Zähneputzen.

Allerdings haben auch wir ein großes Problem mit verunreinigtem Trinkwasser, obwohl es zu den am besten getesteten gehört. Aber, wir verunreinigen es absichtlich. Bei jeder Klospülung verschwenden wir kostbares Trinkwasser. Pro Person sind es 35 Liter am Tag. Bei circa 82 Millionen Einwohnern in Deutschland ist das eine ganze Menge. Es gibt Regenwasser-Tanks, die dank Filter sowohl für die Klospülung oder sogar die Waschmaschine genutzt werden können. Allerdings hat nicht jeder Eigentum. Ich wohne auch zur Miete. Wenn Ihr also aktiv was gegen Trinkwasserverschwendung tun wollt, benutzt zum Beispiel die Spartaste, also „kleines Spülen“. Das reicht oft aus und spart pro Spülung bis zu 2/3 Wasser. Oder auch nicht allzu lange duschen oder das Wasser während des Einseifens der Hände ausmachen. Im Kleinen Großes bewirken.

Mit dem geringeren Wasserverbrauch bleibt uns auch mehr Geld übrig, das wir für die spenden könnten, die keinen Zugang zu frischem Wasser haben. Ihnen somit „das Wasser reichen!“, womit sich dieser Wasserkreislauf nun schließt.

Euer Ostermann