Auf-den-Wecker-Gen

Auf-den-Wecker-Gen​

Um die Hand seiner Angebeteten anhalten war gestern. Heute muss man einen DNA-Test mitbringen, um den Vater seiner Liebsten zu überzeugen, dass man der Richtige ist. Der Grund ist die Studie der Yale School of Public Health. Die US-Wissenschaftler wollen herausgefunden haben, dass das Eheglück von unseren Genen bestimmt wird. Ergo, wir können eigentlich gar nichts dafür, ob es in der Ehe gut oder schlecht läuft. Die Gene sind Schuld. Das wussten viele Paare schon lange. Auf Nachfrage war oft das „Auf-den-Wecker-Gen“ schuld an schlechter Stimmung im Eheleben. Bei vielen Trennungen eher das „Fremd-Gen“.

Ich glaube nicht daran, dass das Eheglück an den Genen liegt. Ich denke, man sollte selbst tätig werden. Meine Frau und ich zum Beispiel haben das am letzten Wochenende so gemacht. Gerade wenn man Kinder hat, ist Zeit zu zweit eher rar gesät. Deshalb haben wir das „zu-Oma-und-Opa-Gen“ genutzt. Da durften die Kinder „schlafen-Gen“ und meine Frau und ich konnten mal wieder ausgiebig…reden. Das ist wichtig. Klar, auch für die Kids, die riesigen Spaß bei Oma und Opa haben. Aber auch für uns Paare. Mal wieder miteinander reden, ohne ständige Kinder-Zwischenfragen. Mal nicht auf die Uhr schauen müssen, mal einfach so die Zeit zusammen genießen. Das ist neben dem Zuhören und dem respektvollen Miteinander schon ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ehe, ob mit oder ohne Kinder, ist Arbeit. Wir haben es selbst in der Hand, ob es sich auch so anfühlt.

Liebevolle Grüße,
Euer Ostermann