130 km/h für alle

130 km/h für alle

Bei dieser Überschrift kriegen viele Menschen Schnappatmung. Aber, lasst uns mal kurz darüber nachdenken. Ich war in den Sommerferien mit meiner Familie in der Bretagne. 1218 Kilometer mit dem Auto – das ist weit. Allerdings kann ich Euch sagen, dass die Fahrt echt angenehm war. In Frankreich gilt ja Höchstgeschwindigkeit 130 km/h. Der Verkehr fließt einfach entspannt, weil nie einer von hinten mit 200 Sachen, Blinker links und Lichthupe angerauscht kommt. Genau das ist passiert, als ich aus Frankreich zurück, die erste deutsche Autobahn befahren habe.

Von hinten ballerten die üblichen PS-Monster heran und klebten an meiner Stoßstange, dass ich teilweise dachte, ich hätte einen Anhänger hinten dran. Ich habe dann bereitwillig, vielleicht auch nach einiger Gestikulation, Platz gemacht. Allerdings sehe ich die meisten Hobby-Schumis eh im nächsten Stau wieder. 1218 Kilometer in Frankreich sind entspannter als 100 Kilometer in Deutschland. Ich weiß, nicht die Autobahnen, sondern die Landstraßen sind bundesweit immer noch die, die am meisten Unfälle verzeichnen. Aber, was macht es für einen Sinn, wenn da, wo die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben ist, die einen 100 km/h und andere 200km/ fahren?! Außerdem, auf welcher Autobahn kann man heute noch „sicher“ schneller als 130 fahren? Es sind die wenigsten und dann auch nur nachts. Ich jedenfalls hätte nichts gegen französische Verhältnisse hier bei uns.

Und wer mal wieder so richtig rasen will, kann ja mit dem ICE fahren!

 

Schönes Wochenende,

Euer Ostermann