Aufkleber: Helferlein machen den Alltag bunter!

Wer Kinder hat, kennt das: die Kleinen kriegen einen Bogen mit Aufklebern geschenkt und schon findet die Mama eine Kuh an der Fußsohle, der Papa ein Schweinchen am Bauch, dem Bruder klebt eine Blume im Haar. Wochen später noch verstecken sich kleine Schmetterlinge in irgendwelchen Ritzen, Autos kleben unter Teppichen und Mini-Vögelchen in bunten Farben liegen völlig durchnässt in der geleerten Waschmaschine. Auch wenn die ständige Aufräumerei für die Erwachsenen nervig ist – irgendwie witzig ist das trotzdem mit den süßen Aufklebern an den unmöglichsten Orten.

Kinder lieben Aufkleber und verteilen sie gern an den unmöglichsten Orten

Für die Kinder sind sie ohnehin toll: ganze Geschichten entspinnen sie rund um die klebrigen Figuren, manche sind plastisch und lassen sich wieder und wieder abziehen und woanders aufkleben. Sie regen die Fantasie an, und das beflügelt Kinder sogar beim Lernen. Der Kinderkosmos dehnt sich aus und lässt sich mit Aufklebern doch wieder ordnen. Die Brotdose kriegt einen Namensaufkleber verpasst und schon bringt die Tochter nicht die Vesperreste von Hannes mit nach Hause, sondern die eigenen. CDs, die auf der Kindergartenparty nicht fehlen dürfen, werden ebenfalls mit dem Namen versehen. Sogar Geschwisterstreitigkeiten können mit den klebrigen Helferlein vermieden werden. Zum Beispiel, wenn die Oma aus Gerechtigkeitsgründen jedem die gleiche Spielfigur mitbringt. Einfach zwei bunte Punkte darauf geklebt und die Sache ist erledigt.

Individuelle Aufkleber für individuelle Anlässe

Schön wäre es natürlich, wenn die Eltern auch Aufkleber nach ihrem Bedarf gestalten könnten. Zum Beispiel einen „Räum dein Zimmer auf“-Aufkleber oder einen „Zähneputzen oder eine Woche keinen Pudding“-Aufkleber. Auch das Familienleben lässt sich mit Aufklebern besser organisieren. Schon die Kleinsten können Symbolaufkleber sinnvoll einsetzen und wissen: wenn der Teller unter meinem Bild klebt, bin ich mit Tisch abräumen dran. Auf grimmige Gesichter und Null-Bock-Schnuten in Aufkleberform sollten Eltern in diesem Zusammenhang jedoch besser verzichten. Wenn die Eltern zum Beispiel bei Bastelaufgaben für die Martinslaterne Hand anlegen müssen, sind Aufklebern ebenfalls hilfreich – zumindest, wenn sie nicht in der Bedienung einer Heißkleberpistole aufgehen oder sich nicht gern in Nähereien und Häkeleien verkünsteln.

Eigene Aufkleber entwerfen

Wer nicht malen kann, ist mit Aufklebern ebenfalls gut dran. Ein bisschen Gespür für Gestaltung und ein einfaches Grafikprogramm, schon ist ein persönlicher Aufkleber gestaltet, der direkt in den Druck gehen kann. Inzwischen gibt es Druckereien, bei denen selbst gestaltete Aufkleber online bestellt werden können. Viele Dinge lassen sich mit einem solchen persönlichen Aufkleber einfach und schnell mitteilen – und die alltäglichsten Aufgaben haben plötzlich das Potenzial, ihrem Adressaten ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Mit Aufklebern lassen sich wunderbar einfache Botschaften vermitteln, die jeder versteht.

Nachhaltige Aufkleber – auch für Unternehmen interessant

Im Berufsleben sollte ein Aufkleber natürlich nicht zu persönlich werden. Späßchen wie „Olli Schluckspecht“ mit dem passenden Foto des Kollegen vom letzten Betriebsausflug wären hier fehl am Platz. Dennoch finden sich Aufkleber wohl in jedem Büro. Sie sind dort so alltäglich, dass sie beinahe niemandem mehr auffallen. Neu ist allerdings, dass sich inzwischen einiges bei den Materialien getan hat. Ein Unternehmen, das Wert auf Nachhaltigkeit legt, kann zum Beispiel alle Aufkleber – von den einfachen Adressetiketten bis hin zu den Ordnerbeschriftungen aus umweltfreundlichem Material benutzen.

Mehrfach verwendbare Aufkleber

Wer beispielsweise für bestimmte Organisationsabläufe Aufkleber braucht, die mehrmals an verschiedenen Stellen verwendbar sein sollen, findet auch das inzwischen: Mittlerweile gibt es Aufkleber, die im engeren Sinne gar keine Kleber mehr sind, sondern eher Tentakel. Wie mit winzigen Saugnäpfen „kleben“ sie sich fest und lassen sich bei Bedarf mehrmals wieder ablösen und neu aufbringen. Letztendlich gilt jedoch auch im Büro: klebrige Helferlein können den Alltag bunter machen. Wer zum Beispiel die schöne farbige Kaffeetasse am Rechner kleben hat, räumt vielleicht lieber die gemeinsame Spülmaschine aus als jemand, dem der Kollege anraunzt, dass er mal wieder dran ist.

Aufkleber für Vereine und Universitäten

Vereine nutzen Aufkleber ohnehin gern und oft: zum Beispiel, um Umkleidekabinen zu beschildern oder um Getränkepreise an der Vereinstheke bekannt zu geben. Auch der Konkurrenz-Fußballverein lässt sich natürlich gut triezen, wenn plötzlich zwei, drei Aufkleber der Gastspieler auf der Bank im Stadion liegen geblieben sind.

Dass Aufkleber auch dabei helfen können, das Zusammenleben zu vereinfachen und öffentliche Räume barrierefrei zu gestalten, hat die Uni Bremen in einem Projekt gezeigt. In elf einfachen Motiven haben Studenten mit Aufklebern Situationen sichtbar gemacht, die Menschen mit Handycap Schwierigkeiten bereiten können. Ihre Mitmenschen, die damit keine Probleme haben und die Situation daher möglicherweise nicht wahrnehmen, werden mit den verständlichen Symbolen darauf hingewiesen, dass sie hier Rücksicht nehmen können. Und dass sie verhindern können, dass ihre behinderten Mitmenschen in eine unangenehme Lage geraten. Zum Beispiel: Ein Aufkleber zeigt eine Glühbirne unter einer Lupe. Die Idee dahinter ist einfach. Die Anwesenden sollen sich fragen, ob es für Sehbehinderten Menschen hell genug ist und ob sich andere Störfaktoren wie blendende oder reflektierende Objekte im Raum befinden.

Das stille Örtchen: Aufkleber erleben eine Renaissance

Zu guter Letzt bieten Aufkleber auch Kneipenhoppern eine Orientierung. Nicht selten finden sich auf den völlig zugeklebten Toilettentüren wichtige Hinweise für die nächste Theke, die es sich anzupeilen lohnt. Auch witzige Sprüche werden dort in Aufkleberform verewigt, coole Comics gezeigt, politische Statements aufgeklebt, Liebeserklärungen überklebt und neu platziert.

Aufkleber im öffentlichen Straßenraum

Auch wenn es rechtlich nicht eindeutig geklärt ist, ob das eigentlich erlaubt ist: nicht selten verlangt ein pfiffiger Aufkleber an der Ampel den Passanten ein Schmunzeln ab. Und auch das gibt es:

  • Einige Fahrradfahrer bekennen sich mit Aufklebern auf ihrem Drahtesel zu ihrem gesunden Lebensstil.
  • Und einige Autofahrer teilen dem Hintermann mit, dass es ihnen schnurz ist, wenn er es eilig hat.
  • Andere wiederum warnen die anderen Verkehrsteilnehmer mit grimmigen Comicgesichtern davor, dass sie auf jeden Fall auf die Tube drücken werden, sobald es grün wird.
  • Wieder andere berichten stolz die Namen ihres Nachwuchses und garnieren sie mit nackten Babys auf Töpfchen.
  • Die Oma fährt schon mal den Aufkleber „Enkel-Taxi“ mit herum.

Kurzum: Aufkleber sind kleine klebrige Helferlein mit dem großen Potenzial, den Alltag bunter und fröhlicher zu machen.


Quelle: pixabay.com PublicDomainPictures CC0 Creative Commons; pixabay.com Alexas_Fotos CC0 Creative Commons


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