Ramadankalender bei Kaufland. Was haltet Ihr davon?

Ramadan - Der Fastenmonat

2018 beginnt für mehr als 1,6 Milliarden Muslime der Fastenmonat Ramadan am 16. Mai. Gläubige Muslime auf der ganzen Welt fasten dann vier Wochen lang. Natürlich kommen wir auch in Deutschland mit der muslimischen Fastenzeit in Berührung - ob bei uns selbst, bei Freunden, Kollegen oder Bekannten.

Daher sollte es uns ja eigentlich nicht überraschen, dass es in diesem Jahr bei Kaufland auch einen Ramadankalender zu kaufen wird. Doch bereits im Vorfeld sorgte dieses Thema für Diskussionstoff. Die AfD nahm zum Beispiel den Kalender zum Anlass, von einer Islamisierung zu sprechen. Andere fragten: "Wen stört das denn, wenn die Kinder einen Ramadankalender haben?" oder posteten einfach gleich einen selbst gebastelten Ramadankalender, der für sie selbstverständlich ist.

Umfrage zum Ramadankalender

Bei dem Kalender aus dem Kaufland können sich die Kinder 30 Tage lang über Süßigkeiten, die halal sind, Spielzeug oder Gewinnspiele freuen. Bei Nadja weckte der Kalender ihre Neugierde als diese ihn zum ersten Mal im Kaufland entdeckte. Daher hat sie sich mal den Kalender gekauft und wird am ersten Fastentag im Radio das erste Türchen öffnen.

Darum geht's beim muslimischen Fastenmonat

Während des Fastenmonats ist essen oder trinken dann tagsüber tabu, auch das Rauchen, Küssen und miteinander Schlafen ist nicht erlaubt. Das kann bei vielen Muslimen (und auch Ihren Angehörigen) natürlich auch mal für schlechte Laune sorgen, v.a. dann wenn es tagsüber über 30 Grad hat. Doch ähnlich dem christlichen Fastenmonat hat Ramadan für Gläubige eine wichtige Bedeutung und besonders in diesem Monat soll die Beziehung zu ihrem Gott dadurch gestärkt werden.

Der Ursprung von Ramadan

Bei den gläubigen Muslimen wird der Ramadan konsequent durchgezogen. Denn er heißt übersetzt so viel wie „der heiße Monat“. Es ist der neunte Monat im islamischen Mondkalender und laut Überlieferung der Monat, in dem der Koran, die Heilige Schrift der Muslime, herabgesandt wurde.

In dieser Zeit gelten strenge Regeln

Aus dem Koran geht deutlich hervor, dass das Fasten dann beginnt, wenn Hell- bzw. Dunkelwerte voneinander zu unterscheiden sind. Das heißt konkret, dass erst nachts, wenn jegliches natürliche Licht erloschen ist, gegessen werden darf. Frühstücken darf man nur so lange wie es dunkel ist. Kein leichtes Unterfangen im Sommer.

Ausnahmen gibt es

Auch wenn die Fastenzeit strengen Regeln folgt, gibt es Ausnahmen für die Gläubigen: Kinder, Kranke, Schwangere und Reisende sind nicht zum Fasten verpflichtet. Für Schwangere und Kranke gilt aber: Sie müssen das Fasten zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

Auch Profisportler können in der Fastenzeit aussetzen, besonders, wenn wichtige Turniere anstehen. So zum Beispiel bei der Deutschen Mannschaft der Fußball-Weltmeisterschaft. Mesut Özil oder Sami Khedira werden den Ramadan wegen des anstehenden Trainings wohl zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. 

Tag des Fastenbrechens

2018 ist es am 15. Juni soweit: Der neue Monat Schawwal bricht an und die Fastenzeit wird mit einem dreitägigen Feiertag, dem Ramazan Bayram, beendet. Viele Muslime feiern das Fest des Fastenbrechens mit gemeinsamen Gebeten in der Moschee. Anschließend treffen sie sich mit Freunden und Verwandten und beschenken sich.


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