Erpresser-Email: Angeblich prekäre Daten ausgespäht

Die Masche ist an sich nicht neu, doch anscheinend fallen immer wieder neue Opfer auf die besonders prekäre Art der Erpresser-Emails herein. 

Angebliches Onanier-Video von der eigenen Webcam aufgenommen

Seit Monaten sind Fälle bekannt, in denen der Verfasser einer Email behauptet, das Gerät der Nutzer gehackt und im Zuge dessen Videos von der Webcam des Gerätes sowie Bildschirmmitschnitte aufgenommen zu haben. Das Heikle dabei: Die Erpresser geben an, den Empfänger beim Besuch von Sex-Websites in eindeutigen Posen, zum Beispiel beim Onanieren, gefilmt zu haben. Oft ist auch davon die Rede, dass auf den besuchten Seiten eine sogenannte Malware installiert wurde.

Oft Bezahlung in Bitcoins gefordert

Welche Masche auch immer: Der Erpresser verlangt eine mindestens dreistellige Summe - ansonsten werde er das Video an alle Freunde und Bekannten im Adressbuch verschicken und auf den Social-Media-Kanälen des Opfers posten. Die Adressen hierfür seien dank einer installierten Spyware schon lange im Besitz des Erpressers. Der Trick der Erpresser ist, maximalen Druck auf das Opfer aufzubauen. So ist das Lösegeld innerhalb weniger Stunden fällig, meistens wird eine Bezahlung in der Kryptowährung Bitcoin verlangt - und gleich auf ein Youtube-Video verwiesen, das erklärt, wie man überhaupt mit Bitcoins zahlt. 

Nerven bewahren!

Bisher ist kein einziger Fall bekannt, in dem wirklich ein solches Video geschickt und dadurch ein Opfer bloßgestellt wurde. Lasst Euch also nicht verunsichern! Selbst wenn Ihr Euch auf unseriösen Websites aufgehalten haben solltet, so ist es sehr unwahrscheinlich, dass Euer Gerät Euch dabei gefilmt hat. Und gesetzt dem Fall, dass es stimmen könnte: Erstattet Anzeige bei der Polizei - denn auf das Wort von Kriminellen sollte man sich nicht verlassen!


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