Schüler streiken wieder für den Klimaschutz

  • 15.03.2019

In mehr als 100 Staaten werden am Freitag erneut tausende Schülerinnen und Schüler für eine bessere Umwelt demonstrieren. Auch in zahlreichen Städten Baden-Württembergs wollen Schüler im Rahmen der "Fridays for Future"-Bewegung für den Klimaschutz auf die Straße gehen. Weltweit soll es den Organisatoren zufolge der bislang umfassendste Protest werden. 

Nach einer Erhebung von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten" sind allein in Baden-Württemberg in 30 Städten Kundgebungen geplant. In Stuttgart startet der Protest um 11.00 Uhr. Oberbürgermeister Fritz Kuhn will um 11.45 Uhr vor dem Rathaus zu den Schülern sprechen. In Freiburg soll ab 10.00 Uhr gestreikt werden, in Karlsruhe und Mannheim ab 11.00 Uhr. 

Vorbild für die Aktionen ist die schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit vielen Wochen freitags für den Kampf gegen den Klimawandel demonstriert, statt zur Schule zu gehen. Sie ist zu einer Symbolfigur für Klimaschützer rund um die Welt geworden. 

Die baden-württembergische Kultusministern Susanne Eisenmann (CDU) warnte im Vorfeld der Proteste davor, Schule und Klimaschutz gegeneinander auszuspielen. "Dieser Einsatz für unseren Planeten ist wichtig und nachvollziehbar, er kann aber auch in der unterrichtsfreien Zeit stattfinden", sagte sie der "Heilbronner Stimme". Es gebe viele weitere wichtige Themen wie Menschenrechte oder Tierschutz. "Wenn nun jeden Tag für eines dieser Themen demonstriert wird, dann haben wir am Ende gar keinen Unterricht mehr. Und das kann es ja nicht sein."



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