Abzocke bei Senioren

  • 08.11.2018

Ein Mann soll sich als falscher Polizist ausgegeben und so mit Komplizen mehr als 113-tausend Euro von arglosen Senioren erbeutet haben. Deshalb steht der 31-Jährige in Tübingen vor Gericht. 

Bei der Betrugsmasche der falschen Polizisten verwickeln diese in der Regel alleinstehende ältere Menschen in längere Telefongespräche, um ihnen einzureden, ihr Vermögen sei durch Einbrecherbanden in ihrer Gegend bedroht. Die Betroffenen sollen dann Geld oder Wertsachen zur angeblichen Verwahrung an die Polizei übergeben.

Nicht selten fallen die Senioren auf diesen Trick herein und gehen zur Bank, um größere Beträge abzuheben. Oliver Klempa vom baden-württembergischen Sparkassenverband sagte dazu Hitradio antenne1, die Mitarbeiter der Sparkassen seien diesbezüglich sensibilisiert. Es würden sogar Schulungen stattfinden, um den Mitarbeitern beizubringen, wie sie solche Konfliktsituationen erkennen und wie sie reagieren sollen. 

Laut Klempa sei das immer eine Gratwanderung gegenüber dem Kunden. Sollte der Verdacht bestehen, dass die Senioren dabei sind, einen Fehler zu machen, werden sie vorsichtig angesprochen um alles zu klären. Sollten die Mitarbeiter dann erfahren, dass die Kunden gerade dabei sind, auf diese Polizei-Masche hereinzufallen, bieten sie an, das Ganze der Polizei zu melden. Häufig könne dann der Betrug verhindert werden. 

Sollte der Kunde allerdings sagen, dass das die Bankmitarbeiter nichts angeht, unternehmen sie nichts mehr. Die Kunden sollen nicht bevormundet werden, so Klempa. 



Regional-Nachrichten

Webstreams: Jetzt reinhören

Weitere News


Webradio


Staus & Blitzer


antenne 1 Newsletter