WM 2018: Kuriose Fakten

Hättet Ihr das gewusst?

Fakt 1: Geld verdienen ohne Anstrengen – für den VfB Stuttgart gilt das gerade. Wie machen die das?

Ganz einfach – indem einige der VfB-Spieler bei der WM mit dabei sind. Zwei sind in Russland mit am Start - Mario Gomez für Deutschland und Benjamin Pavard für Frankreich. Und der Weltfussballverband FIFA bezahlt jedem Verein, der WM-Spieler abstellt, eine Tagespauschale in Höhe von 8.400 Dollar (etwas mehr als 7.100 Euro) pro Tag. Und bis zum Ende der Vorrunde hat der VfB damit schon mal knapp 400.000 Euro safe. Und sollten Deutschland und Frankreich bis ins Finale kommen, dann werden daraus sogar über 770.000 Euro. Ohne, dass beim VfB auch nur irgendwer dafür arbeitet …

Fakt 2: Spanier sollten in ein Puppenhaus einziehen

Kurz bevor die spanischen Nationalspieler in ihr Teamhotel gezogen sind, ist den Verantwortlichen aufgefallen: Hoppala – das sind aber kleine Betten – wohnt hier Schneewittchen mit ihren sieben Zwergen? Der Grund: In den Hotelzimmern standen nur Kinderbetten. Da hätten die Füße am Ende rausgeguckt. Und dann mussten da ein paar spanische Teammitglieder losziehen und erstmal neue Betten für die Mannschaft kaufen.

Fakt 3: Apropos kalte Füße – auch die Iraner kriegen eventuell welche. Schuld daran ist Trump.

Denn wegen politischer Sanktionen der USA gegen den Iran darf der amerikanische Teamausstatter Nike den iranischen Fußballern keine Fußballschuhe zur Verfügung stellen.

Fakt 4: Die Fußballer müssen verdammt viel im Bus sitzen.

Die Brasilianer haben die Größe Russlands ein bisschen unterschätzt. Es ist ja der größte Staat der Welt. Und weil die Verantwortlichen aus Brasilien schon ein Hotel gebucht haben, bevor sie überhaupt wussten gegen wen und wo sie spielen, müssen sie jetzt während der Vorrunde über 7.000 km zurücklegen. Noch heftiger wird’s für Deutschlands Gruppengegner Schweden. Die müssen über 9.200 Kilometer rumfliegen. DAS gibt sicherlich Bonusmeilen… Deutschland selbst – trotz guter Lage muss aber auch noch 4.200 Kilometer Wegstrecke hinlegen. Und das alles nur während der Vorrunde.

Fakt 5: Die deutschen Politiker freuen sich mega auf die Fußball-WM. Warum?

Wenn das ganze Land Fußball guckt, dann lässt es sich total entspannt regieren. Da werden dann meistens sehr unangenehme Dinge umgesetzt, die außerhalb der WM für viel Ärger sorgen würden. Hier mal ein paar Beispiele: 2006 – während der WM im eigenen Land – da gabs die Mehrwertsteuererhöhung. 2010 wurden unter anderem die Krankenkassenbeiträge nach oben geschraubt. 2014 war es dann der heftig umstrittene und irgendwie auch überhaupt nicht zu Ende gedachte Mindestlohn, der eingeführt wurde als in Brasilien gerade Fußball gespielt wurde. Und auch für die WM in Russland gibt’s schon interessante Dinge, die vorbereitet wurden. Am Freitag – also einen Tag nach WM-Start – soll im Bundestag beschlossen werden, dass die Parteien in diesem Jahr bis zu 25 Millionen Euro mehr von unseren Steuergeldern erhalten sollen.

Neue Fakten aus dem WM-Dorf

Fakt 6: Spanier sind unausgeschlafen

Im spanischen Teamhotel gab es einen Angriff der Poolnudeln. Die Spanier wollten nach ihrem Training Mittagspause machen und eine Runde schlafen. Aber am Hotelpool wurde dann eine Einheit Wassergymnastik gestartet. Laute Musik, herumschwingende Poolnudeln und schreiende Animateure – kam richtig gut an bei den Spaniern. Nicht.

Fakt 7: England vs. Russland nicht nur auf dem Platz 

Politisch ist ja gerade Beef zwischen England und Russland angesagt. Deswegen wird das englische Teamhotel alle drei Tage nach Wanzen durchsucht. Nicht Bettwanzen, Abhör-Wanzen. Zum Schutz wurden außerdem Sicherheitskräfte in den Bäumen rund ums Hotel positioniert. Und die englischen Spieler haben extra für die WM Smartphones bekommen, die danach entsorgt werden. Damit nach der WM keine Spionagesoftware mit auf die Insel geschleppt wird.

Fakt 8: Weltbekannter Fußballer durfte sich das Spiel nicht live ansehen

Tja, auch wenn du einer der größten Fußballer aller Zeiten bist, kannst du dir bei einer WM davon nichts kaufen. Diego Maradonna wollte sich das WM-Eröffnungsspiel angucken – und wurde von russischen Sicherheitskräften nicht ins Stadion gelassen. Die erkannten ihn einfach nicht. Was auch verständlich ist, denn mittlerweile sieht er nicht mehr aus wie ein ehemaliger Fußballer - sondern wie ein Fußball selbst. Im Fußballjargon würde man ihn als stark adi-das-pös bezeichnen. Aber nach dem Motto – der Runde muss ins Eckige, hat er sich dann nach endloser „Lasst-mich-rein“-Bettelei einen anderen Stadioneingang gesucht – dort wurde er dann reingelassen.

Fakt 9: Einsamer Demonstrant 

Genau – denn in Moskau wurde ein Mann verhaftet, der eine Demonstration gegen die Weltmeisterschaft gestartet hat. Er war der einzige Teilnehmer dieser Demo. Und muss jetzt für 15 Tage in den Knast, weil er gegen das Gesetz zur Durchführung öffentlicher Veranstaltungen verstoßen hat.

Fakt 10: Iranische Fans wollten das Spiel gegen Portugal manipulieren

Bei den Portugiesen gab es beim Spiel gegen den Iran ein paar mehr Augenringe als sonst. Grund dafür war ein Vuvuzela-Angriff der iranischen Fans. Die haben sich gedacht: Gegen Portugal haben wir nur eine Chance, wenn die auf dem Platz einpennen. Und auf einmal standen gegen 23 Uhr am Sonntagabend 50 iranische Fans singend und Vuvuzela trötend vor dem Hotel der Portugiesen. Und Christiano Ronaldo höchstpersönlich kam ans Fenster und hat eine Geste nach draußen gemacht, dass er unbedingt sein Schönheitsschlaf braucht. Was passierte? Die iranischen Fans freuten sich, dass Ronaldo himself ans Fenster kam – und machten danach fröhlich weiter.

Cristiano Ronaldo am Hotelfenster

Fakt 11: Neymars Eitelkeit macht Fußballfans betrunken

Wenn Brasilien spielt, werden viele brasilianischeFußballfans wahrscheinlich sehr betrunken sein. Und das obwohl sie nichts dafür können. Superstar Neymar ist schuld. Er ist ein wahnsinnig guter Fußballer – da sind wir uns alle einig. Aber er hat noch eine andere Leidenschaft: Schwalben. Eigentlich müsste Neymar bei jedem Spiel Flugmeilen kriegen, so oft wie der fliegt – ohne Berührung wohlgemerkt. Und das geht mittlerweile selbst den eigenen Fans richtig auf den Keks. Deswegen hat eine Bar in Rio jetzt gesagt: jedes Mal, wenn Neymar beim Spiel gegen Serbien fällt, gibt’s einen Kurzen aufs Haus. Und wie wir Neymar kennen, ist dort da zur Halbzeit entweder der Schnaps alle oder es sind alle besoffen.

Fakt 12: Lieber eine Taube auf dem Dach als ein Spatz auf dem Fußballfeld! Auszeichung von PETA

Das dachten sich die spanischen Nationalspieler Isco und Pique auch. Beim letzten Spiel hatte es sich ein kleiner Vogel aufm Platz gemütlich gemacht. Und damit der Piepmatz nicht verletzt wird, haben sie ihn ganz liebevoll mit den Händen weggetragen. Wobei du da gesehen hast, das die in den Füßen zwar viel Gefühl haben, aber in den Händen herrschte Grobmotorik. Da ist der Vogel immer rausgeflutscht. Bis er schließlich weggeflogen ist. Und für diese Aktion gab es sogar von der Tierrechtsorganisation Peta eine Auszeichnung als „Hero to animals“.

Fakt 13: Schicksal der Deutschen könnte durch ein Los entschieden werden

Dieses Mal wird es ganz schön knifflig! Nein, wir sind auch bei einem Sieg nämlich nicht sicher weiter. Und das sind die verschiedenen Möglichkeiten, wie es die Deutschen doch noch ins Achtelfinale schaffen:

Nach dem 2:1 gegen Schweden hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft das Weiterkommen wieder in der eigenen Hand. Am letzten Spieltag der WM-Vorrunde sind beim Duell des Weltmeisters gegen Südkorea am Mittwoch (16.00 Uhr) in Kasan und dem Parallelspiel von Mexiko gegen Schweden zahlreiche Konstellationen möglich.

Deutschland erreicht das Achtelfinale...

- wenn das DFB-Team mit mindestens zwei Toren Unterschied gegen Südkorea gewinnt.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea gewinnt und Schweden nicht gegen Mexiko gewinnt.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea unentschieden spielt und Schweden gegen Mexiko verliert.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea gewinnt, Schweden gegen Mexiko gewinnt und Deutschland bei gleicher Tordifferenz der beiden Teams nicht weniger geschossene Tore hat.

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea unentschieden spielt und Schweden ebenfalls ein Remis gegen Mexiko erzielt. Dann muss Deutschland mehr oder gleich viele Tore bei seinem Unentschieden erzielen als bzw. wie Schweden.

Wir können auch verlieren ... 

- wenn das DFB-Team gegen Südkorea mit einem Tor Unterschied verliert und Schweden gegen Mexiko ebenfalls mit dem gleichen Ergebnis verliert. Dann käme es zum Dreiervergleich zwischen Deutschland, Schweden und Südkorea. In diesem hätte Deutschland bei einer Niederlage von 1:2, 2:3, etc. die meisten geschossenen Tore im Dreiervergleich und wäre weiter.

- und für den Fall, dass Deutschland und Schweden 0:1 verlieren, käme es zu einem Vergleich der Fairplay-Wertung beider Teams. Sollte auch hier Gleichheit herrschen, müsste das Los entscheiden ...


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