Was tun im Katastrophenfall?

Umgestürzte Bäume, abgedeckte Dächer oder demolierte Autos: In Baden-Württemberg sind in der Nacht zum 3. Januar in Folge des Sturmtiefs Burglind Sachschäden entstanden. Betroffene sollten nun einen kühlen Kopf bewahren und ihre Versicherung einschalten. Doch welche Versicherung kommt für welchen Schaden auf? Wir geben Tipps.

Welche Versicherung kommt im Schadensfall auf?

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Sämtliche Schäden am Haus selbst (Dach, Wände etc.) sind ein Fall für die Wohngebäudeversicherung, während das Inventar selbst unter die Hausratsversicherung fällt. Schäden am Auto sind in der Regel in der Teilkaskoversicherung inbegriffen. Achtung! Eure Versicherung kommt nur für den verursachten Schaden auf, wenn Euer Vertrag Elementarschäden (Überschwemmung, Rückstau) zusätzlich absichert. Die normale Schadensversicherung reicht im Katastrophenfall nicht aus.

Wie gehe ich im Schadensfall vor?

Alle Schäden sollten detailliert dokumentiert werden. Schäden, die Eure Lebensqualität akut beinträchtigen, solltet Ihr schnell handeln - zum Beispiel solltet Ihr im Falle eines Dachschadens eine Plane über das Dach legen oder Wasser aus überfluteten Kellern schöpfen. Reparaturen sollten nicht vorgenommen werden, bevor Ihr Euch mit Eurer Versicherung in Kontakt gesetzt habt. Rechnungen landen sonst schnell im eigenen Briefkasten. Kontaktiert sofort Euren Versicherer und lasst Euch beraten. Meist schickt der Versicherer Handwerker oder sogenannte "Regulierer" vorbei, die den Schaden einschätzen. Aufgepasst! Diese vertreten selbstverständlich die Interessen der Versicherung. Zusammen mit Eurer Versicherung wird über den weiteren Hergang diskutiert. Bei der Wahl des richtigen Handwerkers solltet Ihr unbedingt mehrere Kostenvoranschläge einholen und diese schriftlich einfordern. Den Auftrag solltet Ihr dem Handwerker so detailliert wie möglich erteilen.

Auf was achte ich in Zukunft?

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Elementarschäden sollten unbedingt in Eurer Versicherung integriert sein. Besonders die Gefahr des Rückstaus sollte beachtet werden - meist ist diese nicht automatisch in der Wohngebäude- und Hausratsversicherung inbegriffen. Diese Absicherung könnt Ihr Euch auch von Eurer Versicherung schriftlich austellen lassen.

Falls Eure Versicherung Euch im Schadensfall kündigt, rät die Verbraucherzentrale, unbedingt auszuhandeln, nicht als Gekündigter, sondern vielmehr als Kündiger aus der Affaire hervorzugehen. So gestaltet sich die spätere Suche nach einer neuen Versicherung eindeutig angenehmer. Die Verbraucherzentrale steht Euch in dieser Zeit selbstverständlich zur Seite.

Bei Fragen bezüglich Eurer Versicherung und dem allgemeinen Vorgehen solltet Ihr unbedingt bei der Verbraucherzentrale anrufen (0711-669110). Weitere Infos findet Ihr bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.


Quelle: www.vz-bw.de/unwetterschaeden


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