antenne 1 Spezial: Die Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg

Endspurt im Landtagswahlkampf!

Am 13. März entscheiden die Wähler, wer die politischen Geschicke des Landes für die kommenden fünf Jahre bestimmt. Die letzten Umfragen sehen ein enges Rennen um die Spitzenposition zwischen den regierenden Grünen und der CDU. Für die Wunschkoalition der beiden Parteien, Grün-Rot und Schwarz-Gelb gibt es aktuell keine Mehrheit. Es bleibt also bis zum Sonntagabend spannend, wie die politische Landschaft in Baden-Württemberg in der kommenden Legislaturperiode aussieht.

Wie wird eigentlich gewählt?

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat jeder Bürger nur eine einzige Stimme auf dem Wahlzettel, die er einer der 22 antretenden Parteien (davon acht in allen 70 Wahlkreisen) und ihrem jeweiligen Wahlkreis-Kandidaten geben kann. In drei Wahlkreisen treten außerdem noch Einzelbewerber an. So sieht übrigens ein aktueller Wahlzettel im Wahlkreis Stuttgart I aus.



Wen soll ich wählen?

Hier können und wollen wir keine Empfehlung aussprechen, da wir parteipolitisch neutral sind. Aber wir stellen Euch von Montag bis Donnerstag jeweils eine der aktuell im Landtag vertretenen Parteien in Person ihres jeweiligen Spitzenkandidaten vor. Über den Tag porträtieren wir den Kandidaten und konfrontieren ihn beim Faktencheck mit Fragen der Bürger zu verschiedenen Themen. Zwischen 18 und 19 Uhr hört Ihr dann das Interview mit dem Kandidaten in voller Länge auf antenne 1 und könnt Euch ein Bild von den jeweiligen Positionen machen. Alle Interviews findet Ihr ab dem Ausstrahlungstag auch hier zum Anhören.

Ihr seid immer noch unentschlossen? Zusätzlich könnt Ihr hier beim Wahl-O-Maten oder dem Wahlcheck der Stuttgarter Nachrichten testen, wie stark Ihr inhaltlich mit den Parteien übereinstimmt.

Den Anfang macht die Opposition

Am Montag beginnt das Wahl-Spezial mit Dr. Hans-Ulrich Rülke von der FDP. Am Dienstag folgt dann Guido Wolf von der CDU. Am Mittwoch widmen wir uns dann der amtierenden Regierungskoalition, beginnend mit Nils Schmid von der SPD. Am Donnerstag beenden wir dann mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann von den Grünen die Runde.

Donnerstag, 10. März: Winfried Kretschmann, Grüne

Der 1948 in Spaichingen im Landkreis Tuttlingen geborene Kretschmann ist amtierender Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Spitzenkandidat der Grünen. Nachdem seine Koalitionsregierung 2011 die CDU-Dominanz im Land nach Jahrzehnten brechen konnte, will er auch nach der Wahl am 13. März Landesvater bleiben. Zuletzt legten die Grünen (zu deren Gründungsmitgliedern in Baden-Württemberg er gehört) in den Umfragen nochmals zu und könnten sogar stärkste Partei im Land werden. Ob der alte auch der neue Ministerpräsident ist, hängt allerdings auch von der SPD ab, die zuletzt schwächelte. Im Interview mit antenne 1 spricht Kretschmann über die anstehenden Herausforderungen, die Fragen der Bürger und mögliche Koalitionen nach der Wahl.

Winfried Kretschmann im Porträt

Kretschmann über die Integration von Flüchtlingen im Land

Kretschmann über Umfragen und mögliche Koalitionen

Kretschmann über die Polizeireform

Kretschmann über den Straßenbau und die Feinstaubbelastung

Faktencheck 1: Wie sollen Flüchtlinge in Schulen integriert werden?

Faktencheck 2: Was tun gegen die Feinstaubbelastung in Stuttgart?

Faktencheck 3: Wie soll mit den hohen Flüchtlingszahlen umgegangen werden?


 

Mittwoch, 09. März: Nils Schmid, SPD

Der 1973 in Trier geborene Schmid ist seit 1997 Landtagsabgeordneter und seit 2011 Finanz- und Wirtschaftsminister in der Grün-Roten Landesregierung und Stellvertreter von Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Trotz der Regierungsbeteiligung erhält die SPD  vom Wähler laut aktuellen Umfragen keinen Bonus und liegt auf einem historischen Tiefstand um die 13 Prozent. Somit scheint eine Fortsetzung der Koalition rechnerisch fraglich. Da erscheint eine sogenannte Deutschlandkoalition momentan eher im Bereich des Möglichen. Im exklusiven Interview bei antenne 1 spricht Schmid über das Erreichte in den letzten fünf Jahren, aktuelle Herausforderungen und nimmt Stellung zu den Fragen der Bürger.

Nils Schmid im Porträt

Schmid über eine europäische Flüchtlingspolitik und Obergrenzen

Schmid über Hilfe für Kommunen und Umgang mit kriminellen Flüchtlingen

Schmid über die Polizeireform und innere Sicherheit

Schmid über mögliche Koalitionen nach der Wahl

Faktencheck 1: Welche Ausbildungshilfen sind für Jugendliche geplant?

Faktencheck 2: Wie soll mehr Steuergerechtigkeit erreicht werden?

Faktencheck 3: Wie sieht die Kulturförderung nach der Wahl aus?


 

Dienstag, 08. März: Guido Wolf, CDU

Der Spitzenkandidat der Union in Baden-Württemberg ist 1961 in Weingarten (Kreis Ravensburg) geboren und seit 2015 Fraktionsvorsitzender der Landes-CDU. Zuvor war er Erster Bürgermeister von Nürtingen und Landrat des Kreises Tuttlingen. Nachdem die CDU als stärkste Partei 2011 in die Opposition musste, versucht sie nun, wieder in die Regierungsverantwortung zu kommen. Dies könnte trotz eines historischen Tiefstandes in den Umfragen (zuletzt knapp unter 30 Prozent) funktionieren, da Grün-Rot aktuell keine Mehrheit hat und beispielsweise eine Dreierkoalition aus CDU, SPD und FDP (die sogenannte Deutschlandkoalition) möglich wäre. Guido Wolf sieht aber auch Schnittmengen mit den Grünen. Im Interview bei antenne 1 nimmt er Stellung zu den Fragen der Bürger und spricht über die aktuellen Herausforderungen in der Landespolitik.

Guido Wolf im Porträt

Wolf zu Wahlprognosen und möglichen Koalitionen

Wolf über die Flüchtlingskrise und Transitzonen

Wolf über innere Sicherheit und Unterstützung der Kommunen

Wolf über zusätzliche Polizeibeamte und Kriminalitätsbekämpfung

Faktencheck 1: Sachleistungen für Flüchtlinge? Was tun gegen Pflegenotstand?

Faktencheck 2: Hilfe für Alleinerziehende? Wie umgehen mit straffälligen Flüchtlingen?

Faktencheck 3: Wie umgehen mit der Angst vor Fremden? Warum die Polizei verstärken?


 

Montag, 07. März: Dr. Hans-Ulrich Rülke, FDP

Der 1961 in Tuttlingen geborene Rülke ist seit 2009 Fraktionsvorsitzender und geht als Spitzenkandidat der FDP in die Landtagswahl. Seine Partei musste in ihrem Stammland bei der letzten Wahl Stimmverluste hinnehmen, als sie mit 5,3 Prozent knapp in den Landtag einzog. Aktuelle Umfragen sehen die FDP im Aufwind und prognostizieren zwischen 7 und 8 Prozent der Stimmen. Der dreifache Familienvater Rülke tritt im Landtagswahlkreis Enz an. Welche politischen Herausforderungen er nach der Wahl sieht, was er zu den Fragen der Menschen im Land sagt und für welchen Fall seine Frau mit Scheidung droht, könnt Ihr hier im Interview nachhören.

Hans-Ulrich Rülke im Porträt


Rülke über eine mögliche Regierungsbeteiligung der FDP


Rülke zum Umgang mit der Flüchtlingskrise


Rülke über die innere Sicherheit und neue Stellen bei der Polizei


Rülke zum Ausbau der Straßeninfrastruktur


Faktencheck 1: Flüchtlingspolitik und sozialer Wohnungsbau


Faktencheck 2: Wie umgehen mit Rechtsradikalismus und hohen Flüchtlingszahlen?


Faktencheck 3: Wie kann Integration vor Ort gelingen? Wie kann man Kinder gut integrieren?



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