Rüttelstreifen gegen Geisterfahrer

  • 17.07.2017

Nach schweren Unfällen mit Geisterfahrern wird in Baden-Württemberg eine neue Markierung auf der Fahrbahn getestet, die Falschfahrer buchstäblich wachrütteln soll. Die nach Angaben des
Verkehrsministeriums bundesweit einzigartige Erfindung soll Falschfahrer durch Rütteln und ein zusätzliches akustisches Signal alarmieren. Gemeinsam mit Erfinder Konstantin Berkovych, einem jungen Polizisten aus Sachsen, stellte Verkehrsminister Winfried Hermann die Neuerung bei einer gemeinsamen Testfahrt auf der Bundesstraße 29 an der Anschlussstelle Lorch/Ost vor.

"Es gibt viele innovative Ideen, Falschfahrer stoppen zu können, aber diese Variante erscheint vielversprechend", sagte Hermann. "Wir wollen sehen, ob sie sich bewährt und gegebenenfalls an weiteren Anschlussstellen zum Einsatz kommen kann."   

Auf der B29 war im Januar das Auto einer 72 Jahre alten Falschfahrerin mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen. Sie und der 20 Jahre alte Fahrer des anderen Autos starben. Immer wieder gab es in den vergangenen Monaten tödliche Unfälle wegen
Geisterfahrern. Allein im Südwesten zählte der Verkehrswarndienst laut Innenministerium 410 entsprechende Warnmeldungen im vergangenen Jahr. Im Jahr 2015 waren es 392.