Flüchtlings-Erstaufnahme Meßstetten macht dicht

  • 13.09.2017

Die Flüchtlingsunterkunft Meßstetten wird nach drei Jahren endgültig aufgelöst. Bis Ende September sollen die letzten der rund 250 verbliebenen Asylsuchenden die Einrichtung verlassen haben, so der Chef der Landeserstaufnahmeeinrichtung (Lea) auf der schwäbischen Alb, Andreas Binder. Sie werden auf andere Einrichtungen in Baden-Württemberg verteilt. 

Im zuständigen Regierungspräsidium Tübingen wird die Lea Meßstetten als Vorzeigeeinrichtung bezeichnet. Es seien vor allem auch die vielen ehrenamtlichen Helfer gewesen, die zum Erfolg beigetragen hätten. In Meßstetten habe es so gut wie keine Zwischenfälle gegeben.

Das Aufnahmelager auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne war ursprünglich für die Unterbringung von etwa 1000 Menschen ausgelegt. Nach dem starken Flüchtlingszustrom im Spätsommer 2015 lebten dort aber zeitweise 3000 Asylsuchende auf engem Raum. Die meisten Flüchtlinge kamen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan, aber auch aus afrikanischen Ländern sowie aus Serbien und dem Kosovo. 

Jetzt hofft der Bürgermeister von Meßstetten Frank Schroft,  auf dem Gelände ein "interkommunales Gewerbe-und Industriegebiet" aufziehen zu können.